Im Zentrum des Beitrags steht nicht die Frage, wie die Digital Humanities ein Objekt mitsamt seinen Analyseverfahren verändern, sondern wie sie dazu beitragen könnten, aus der Zeitschrift überhaupt erst ein starkes Objekt zu machen.
Der vorliegende Beitrag zielt auf eine genauere Betrachtung des Status der Philosophie als Teil der digital humanities und kann als Hinführung zu einer »Perspektivendiskussion« über die Rolle digitaler Forschungsmethoden und Infrastrukturen innerhalb der Philosophie aufgefasst werden.
Dieser Beitrag stellt das Verhältnis der an Projekten der digitalen Geisteswissenschaften beteiligten Disziplinen dar und geht dabei insbesondere auf die Rolle der Informatik ein.
Altertumswissenschaftliche Textquellenanalyse in den Digital Humanities muß die spezifischen Editionstechniken und -modelle berücksichtigen, die mit der Überlieferung antiker Texte verbunden ist. Der Beitrag schlägt methodische Grundsätze vor, die die automatischen Extraktion alle Arten von Referenzen zeigen.
Die digitale Editorik ist permanent im Wandel, ihr Status verortet sich derzeit zwischen medialem Experimentieren, textkritischer Traditionsverhaftung und Standardisierung.
Die Digitalisierung von Texten, die Erarbeitung komplexer digitaler Editionen und die Herstellung maschinell analysierbarer Korpora sind Hauptaufgaben gegenwärtiger digitaler Philologie.
Digital Humanities gehen häufig davon aus, ihre Aufgabe bestehe darin, computergestützte Methoden zur Beantwortung literaturwissenschaftlicher Fragestellungen zu entwickeln. Was eine literaturwissenschaftliche Fragestellung ist, ist jedoch historisch variabel und hängt davon ab, als was man den Analysegegenstand konstituiert.