Die digitale Editorik ist permanent im Wandel, ihr Status verortet sich derzeit zwischen medialem Experimentieren, textkritischer Traditionsverhaftung und Standardisierung.
Die Digitalisierung von Texten, die Erarbeitung komplexer digitaler Editionen und die Herstellung maschinell analysierbarer Korpora sind Hauptaufgaben gegenwärtiger digitaler Philologie.
Digital Humanities gehen häufig davon aus, ihre Aufgabe bestehe darin, computergestützte Methoden zur Beantwortung literaturwissenschaftlicher Fragestellungen zu entwickeln. Was eine literaturwissenschaftliche Fragestellung ist, ist jedoch historisch variabel und hängt davon ab, als was man den Analysegegenstand konstituiert.
Der Beitrag widmet sich der historischen Entwicklung und den methodischen Herausforderungen der digitalen Bildforschung. Heute umfasst die digitale Bildwissenschaft ein breites Spektrum formalanalytischer, konographischer und rezeptionsästhetischer Forschungen, deren ideologiekritischer Ansatz zur kritischen Methodenreflexion beitragen kann.