Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften - ZfdG Heft 7 (2022)


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1

Überlieferungsgeschichte als Graph. Zur Identifizierung und Darstellung von Überlieferungsnetzen handschriftlich tradierter Rezepte in Datenbanken

Handschriftlich überlieferte Rezepte sind unfeste Texte ohne Werkcharakter und wurden Großteiles in anonymen, häufig thematisch sortierten, Sammlungen tradiert. Der Beitrag stellt neue Methoden und Begriffe zur Erforschung der Überlieferungsgeschichte einzelner Rezepte und Rezeptsammlungen am Beispiel der kunsttechnologischen und Kochrezepte der frühneuhochdeutschen Handschrift Cod. germ. 1 der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg vor.
Marco Heiles
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2

Automatisierte Identifikation und Lemmatisierung historischer Berufsbezeichnungen in deutschsprachigen Datenbeständen

Berufsangaben sind ein typisches Element vieler historischer Texte, ihr Auftreten und ihre Schreibweisen sind jedoch zumeist sehr heterogen. Um solche vielfältigen Berufsbezeichnungen in Texten nicht nur automatisch zu erfassen, sondern gleichsam zu standardisieren und zu klassifizieren, stellen die Autor*innen einen eigens hierfür entwickelten Algorithmus vor.
Jan Michael Goldberg
Katrin Moeller
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3

Anybody out there? Der Begriff der Masse im Crowdsourcing

Der Artikel diskutiert kritisch den Begriff der ›Masse‹ unter der Perspektive von Crowdsourcing-Anwendungsfeldern. Es wird, auch unter historischer Rückbindung, ein Überblick zu spezifischen Methoden gegeben, die insbesondere im Feld der Citizen Science und in Projekten der Digital Humanities zum Einsatz kommen.
Andrea Schilz
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4

Wie ›Der Mann auf dem Hochrad‹ den Protagonisten des ›Schlangenbaums‹ auf Abwege führte. Hypothesengeleitete stilometrische Untersuchung zweier Romane Uwe Timms

Eine hypothesengeleitete literaturwissenschaftliche Fallstudie mit der Anwendung von Digital-Humanities-Verfahren. Primärtexte der Analyse sind dreizehn längere Erzähltexte des deutschsprachigen Gegenwartsautors Uwe Timm.
Mareike Schumacher
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5

Kontextsensitive Entscheidungsfindung zur automatisierten Identifizierung und Clusterung deutschsprachiger Urbanonyme

Im Beitrag wird ein Algorithmus beschrieben, der historische Urbanonyme automatisiert geokodiert und entsprechend ihrer historischen Verwaltungszugehörigkeit clustert.
Jan Michael Goldberg
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Artikel
 

6

Wege bereiten, vermitteln und Denkräume schaffen! Reflexionen zu institutionellen und infrastrukturellen Erfolgsfaktoren für Digital Humanities an deutschen Universitäten auf Grundlage von Expert*inneninterviews

Im Mittelpunkt der Ausführungen steht die Betrachtung der Digital Humanities als community-induziertes Phänomen: Welche institutionellen Rahmenbedingungen brauchen die Digital Humanities, um Innovationspotenziale freizusetzen und eine tragende Rolle bezüglich der digitalen Transformation der Geisteswissenschaften einzunehmen?
Ulrike Wuttke
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7

Vorzüge von Auszügen – Urheberrechtlich geschützte Texte in den digitalen Geisteswissenschaften (nach-)nutzen

Das Projekt XSample entwickelt eine Lösung für die Nutzung urheberrechtlich geschützter Texte in der DH-Forschung. Der forschungsgesteuerte Ansatz ermöglicht eine Optimierung des maximal erlaubten Auszugsvolumens entlang eigener Forschungsfragen.
Melanie Andresen
Markus Gärtner
Sibylle Hermann
Janina Jacke
Nora Ketschik
Felicitas Kleinkopf
Jonas Kuhn
Axel Pichler
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Artikel
 

8

Digitale Exploration und hermeneutische Bewertung: Profilierung einer frühneuzeitlichen Gelehrtenfigur mittels Netzwerkanalyse am Beispiel von Leonhard Christoph Sturm (1669–1719)

Am Beispiel von Leonhard Christoph Sturm (1669–1719) stellen die Autoren eine Methodologie vor, um die intellektuellen Netzwerke der Frühaufklärung um 1700 umfassend zu analysieren.
Maximilian Görmar
Jörn Münkner
Hartmut Beyer
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9

Gute Wörter, schwaches Gattungssignal. Differenzen zwischen Roman-Subgenres und Dramen mit Delta und signifikantem Wortschatz aufspüren

Der Beitrag untersucht, inwieweit sich die automatische Erkennung von literarischen Genres bzw. Subgenres mit Burrows’ Delta durch signifikantes Vokabular und Z-Wert-Begrenzung verbessern lässt.
Friedrich Michael Dimpel
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10

Generalisierungen als literarisches Phänomen. Charakterisierung, Annotation und automatische Erkennung

Der Aufsatz leistet einen Beitrag zur linguistisch-literaturwissenschaftlichen Beschreibung von Generalisierungen, entwickelt ein Tagset für ihre Identifikation und Klassifikation und stellt die Ergebnisse ihrer kollaborativen Annotation in einem diachronen Korpus (1616–1930) dar.
Luisa Gödeke
Florian Barth
Tillmann Dönicke
Hanna Varachkina
Anna Mareike Hofmann
Benjamin Gittel
Anke Holler
Caroline Sporleder
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Artikel