Das Projekt ›Korrespondenzen der Frühromantik‹ widmet sich der digital gestützten Analyse von Briefen der Jahre 1790 bis 1802. Es nutzt Briefeditionen zentraler Akteurinnen und Akteure der Frühromantik nach, schließt Lücken und stellt Volltexte sowie homogene Metadaten bereit. Das Korpus von7.500 Briefen wird mittels Netzwerkanalyse ausgewertet.
Nach zehn Jahren Laufzeit (2012–2021) der digitalen Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels (KAWS) präsentiert das Projektteam die Ausgangslage und die Ziele, die Ergebnisse und Erfahrungen der gemeinsamen Arbeit, teilt seine methodischen Erkenntnisse teilen und stellt sie zur Diskussion.
Am Beispiel von Leonhard Christoph Sturm (1669–1719) stellen die Autoren eine Methodologie vor, um die intellektuellen Netzwerke der Frühaufklärung um 1700 umfassend zu analysieren.
Im Anschluss an die kommentierte Ausgabe der Werke Ernst Tollers, die
2015 bei Wallstein veröffentlicht wurde, ist 2018 die kommentierte
Ausgabe der Briefe Ernst Tollers zugleich online und Print
erschienen, um unterschiedlichen Forschungsinteressen und Nutzertypen
gerecht zu werden.
Auf der Grundlage der computergestützten quantitativen Datenauswertung einerseits und der qualitativen philologischen Texterschließung andererseits sieht das Projekt die Entwicklung eines internetbasierten, generischen Forschungsportals für Briefkorpora vor, das diese insbesondere in ihren netzartigen Zusammenhängen präsentiert.