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R wie Review-Verfahren

R wie Review-Verfahren

Hinweise zu den Review-Verfahren der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften

(Stand Juli 2021)


  • Allgemeines
  • Die Review-Verfahren
  • 1) Pre-Publication-Review
  • 2) Post-Publication-Review
  • 3) Open-Peer-Review
  • Hinweise zur Gutachterfindung
  • Allgemeines

    Im Folgenden werden die Review-Verfahren (Begutachtungsverfahren) der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) erläutert. Die ZfdG bietet drei unterschiedliche Verfahren zur Begutachtung an, um einerseits Autor*innen das Recht einzuräumen, einen für sie jeweils geeigneten Weg der qualitätsgesicherten Veröffentlichung einzuschlagen (›author’s choice‹) und andererseits neue, offene Formen des Peer-Reviews praktisch auszuprobieren. Alle Review-Verfahren bergen Vor- und Nachteile, die von den Autor*innen vor der Entscheidung abgewogen werden sollten.

    Für die einzelnen Publikationsformate sind folgende Review-Verfahren (s. unten) möglich:

    Allen Begutachtungsformen geht das eingehende Lektorat / Redigat durch die Redaktion (bei Sonderbänden: durch die Herausgeber*innen) voraus. Texte, die zur Begutachtung vorliegen, sind demzufolge schon auf sprachliche, stilistische und formale Richtigkeit geprüft.

    Die Ergebnisse der Gutachten werden bei allen veröffentlichten Publikationen durch ein Ampelsystem angegeben:

    • Grün: durchweg positiv
    • Gelb: positiv mit Einschränkungen, Überarbeitung angeraten
    • Grau: unbedeutende Arbeit, ohne Verdienst, ablehnen
    • Weiß: Gutachten noch nicht eingetroffen

    Die Review-Verfahren

    1) Pre-Publication-Review

    Hierbei handelt es sich um ein geschlossenes, so genanntes Double-Blind-Begutachtungsverfahren. Der eingereichte Artikel wird nach Abschluss der redaktionellen Bearbeitung anonymisiert an die Gutachtenden weitergegeben. Diese werden von der Redaktion ausgewählt und sind den Autor*innen nicht bekannt. Die Inhalte der Gutachten werden den Autor*innen in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt. Die Begutachtungsphase dauert etwa 6 Monate. Erst danach wird über die Veröffentlichung entschieden: 

    • Wird der Artikel von beiden Gutachtenden ohne Einschränkungen positiv bewertet (grün-grün), können die Autor*innen Anmerkungen der Gutachten einarbeiten. Der Artikel wird nach Abschluss der Begutachtungsphase veröffentlicht.
    • Bei Gutachten mit (kleineren oder umfangreicheren) Überarbeitungsempfehlungen (grün-gelb, gelb-gelb), die eine Überarbeitung erforderlich machen, werden die Autor*innen angehalten, Änderungen zu dokumentieren, damit diese für die anschließende erneute Begutachtung der bearbeiteten Texte schnell und einfach ersichtlich sind.
    • Wird der Artikel von beiden Gutachtenden abgelehnt oder für nicht ausreichend befunden (grau-grau), wird er von der Redaktion der ZfdG zurückgewiesen und nicht veröffentlicht. Der Artikel kann bei Ablehnung an anderer Stelle eingereicht werden.
    • Sollte ein positives / neutrales und ein negatives Gutachten vorliegen (grün / gelb-grau), holt die Redaktion ein drittes Gutachten ein und agiert dann entsprechend der oben genannten Fälle.

    2) Post-Publication-Review

    Hierbei handelt es sich um ein offeneres Begutachtungsverfahren. Der eingereichte Artikel wird veröffentlicht und das Begutachtungsverfahren im Anschluss initiiert. Die Autor*innen können Gutachtende vorschlagen, die Redaktion behält sich aber das Recht vor, weitere Gutachtende zu benennen oder die benannten Gutachtenden abzulehnen, wenn diese wissenschaftlich zu eng mit den Autor*innen verbunden sind (siehe Hinweise zur Gutachterfindung). Die ausgewählten Gutachtenden sind den Autor*innen nicht bekannt gemacht, die Gutachten werden durch die Redaktion in anonymisierter Form zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dementsprechend um ein Single-Blind-Verfahren. Die Begutachtungsphase dauert in der Regel 6 Monate. Alle Artikel bleiben – unabhängig von dem Ergebnis der Begutachtung – veröffentlicht.
    Die Ergebnisse der Gutachten führen zu unterschiedlichen weiteren Vorgehen, die denen im Open-Peer-Review entsprechen, s. unten.

    3) Open-Peer-Review

    Hierbei handelt es sich um ein Verfahren, mit dem die ZfdG das Konzept der Open Science befördert – neben dem Open-Access-Zugang zu allen Artikeln. Da die Scientific Community in den DH zwar interessiert ist, gleichzeitig aber auch eine gewisse Skepsis gegenüber solchen Verfahren existiert, kann das Open-Review je nach Publikation etwas variieren, insbesondere, was die Namensnennung der Gutachtenden betrifft, um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.
    Der Prozess ähnelt zunächst dem Post-Publication-Review: der eingereichte Artikel wird veröffentlicht und das Begutachtungsverfahren im Anschluss initiiert. Dabei können die Texte öffentlich von allen kommentiert werden. Zusätzlich werden zwei Gutachter*innen nach dem gleichen Prozedere wie beim Post-Publication-Review beauftragt, um unabhängig von der Aktivität der Community eine ordnungsgemäße Begutachtung sicherzustellen: 
    Die Autor*innen können Gutachtende vorschlagen, die Redaktion behält sich aber das Recht vor, weitere Gutachtende zu benennen oder die benannten abzulehnen, wenn diese wissenschaftlich zu eng mit den Autor*innen verbunden sind (siehe Hinweise zur Gutachterfindung). Ob die Gutachtenden namentlich genannt werden, ist fakultativ; daher ist es teilweise single-blinded. In jedem Fall werden die Gutachten inhaltlich öffentlich gemacht.

    • Wird der Artikel von beiden Gutachter*innen uneingeschränkt positiv bewertet (grün-grün), bekommen die Autor*innen die Möglichkeit, Anregungen der Gutachten im Rahmen einer Subversion (1.1) unter gleichem DOI einzuarbeiten.
    • Erhält der Artikel nur ein positives Gutachten (grün-gelb) oder empfehlen beide Gutachter*innen umfangreiche Überarbeitungen (gelb), bekommen die Autor*innen die Verbesserungsvorschläge zur Verfügung gestellt, um den Artikel zu überarbeiten und dann in einer neuen Version (2.0) zu veröffentlichen. Nach Überarbeitung des Artikels durch die Autor*innen beurteilen die Gutachter*innen entlang der Überarbeitungsvorschläge erneut, woraus sich die Bewertungen dieser Version ergeben.
    • Die beiden Versionen erhalten jeweils einen eigenen DOI, sodass sie getrennt referenzierbar sind und bleiben. Auf der Webseite werden die Versionen miteinander verknüpft, sodass die Leser*innen nachvollziehen können, was geändert wurde.
    • Wird der Artikel von beiden Gutachten negativ bewertet (grau-grau), kann er nicht zur Überarbeitung vorgesehen werden, da laut Gutachten die zugrundeliegende Arbeit, These und / oder Methode ungenügend ist. Er bleibt aber aus Transparenzgründen veröffentlicht und auf der ZfdG-Seite im Bereich ›Alle Artikel‹ auf recherchierbar.
    • Sollten ein positives / neutrales und ein negatives Gutachten (grün / gelb-grau) vorliegen, holt die Redaktion ein drittes Gutachten ein und agiert dann entsprechend den oben genannten Kriterien.

    Hinweise zur Gutachterfindung

    Für die Benennung von Gutachtenden gelten für alle Verfahren folgende Richtlinien:

    • Die Person darf nicht in einem dienstrechtlichen Verhältnis zu den Autor*innen stehen oder Angehörige*r der gleichen Forschungsgruppe oder Institution sein.
    • Die Person soll eine Expertise für das ausgewählte Thema und Fachgebiet haben.
    • In den beiden offenen Verfahren (2 und 3) haben die Autor*innen ein Vorschlagsrecht für die Gutachtenden. Die Redaktion behält sich eine Rückweisung von Vorschlägen vor.
    • Wünschenswert ist es, bei der Anzahl der Gutachtenden auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fachgebietsexpertise und DH-Expertise zu achten. In den beiden offenen Verfahren (2 und 3) ergänzt die Redaktion die Vorschläge ggf. entsprechend.

    Bei Fragen zu den Review-Verfahren schreiben Sie uns eine E-Mail: zfdg@mww-forschung.de

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