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Warum werden mittelalterliche und frühneuzeitliche Rechnungsbücher eigentlich nicht digital ediert?

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Beitrag in Sonderband 1
Georg Vogeler Autoreninformationen

DOI: 10.17175/sb001_007

Nachweis im OPAC der Herzog August Bibliothek: 83016684X

Erstveröffentlichung: 19.02.2015

Lizenz: Sofern nicht anders angegeben Creative Commons Lizenzvertrag

Medienlizenzen: Medienrechte liegen bei den Autoren

Letzte Überprüfung aller Verweise: 24.05.2016

GND-Verschlagwortung: Rechnungsbuch | Edition |

Empfohlene Zitierweise: Georg Vogeler: Warum werden mittelalterliche und frühneuzeitliche Rechnungsbücher eigentlich nicht digital ediert?. In: Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities. Hg. von Constanze Baum / Thomas Stäcker. 2015 (= Sonderband der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften, 1). text/html Format. DOI: 10.17175/sb001_007


Abstract

Mittelalterliches und frühneuzeitliches Rechnungsschriftgut ist für die Auswertung mit dem Computer gut geeignet, da es sich leicht in Datenformate umwandeln lässt, die sich an Tabellen orientieren. Forschung und Editionspraxis haben gleichzeitig gezeigt, dass das wissenschaftliche Interesse an dieser Schriftgutart so vielfältig ist, dass sie bevorzugt digital ediert werden sollte. Dennoch kann der Beitrag nur eine einzige digitale Edition anführen, die auch eine numerische Auswertung von Rechnungsbüchern vorsieht. Während die bisherige Forschung zur Digitalen Edition sich auf philologische und paläographische Editionsprobleme konzentriert hat, entwickelt der Beitrag ein Editionsmodell, das auch den Inhalt der Rechnungen einbezieht. Das auf dem Resource Description Framework (RDF) beruhende Modell von Referenzen zwischen den verschiedenen Repräsentationsformen kann mit den Kodierungsrichtlinien der Text Encoding Initiative (TEI) serialisiert werden. Es wird schließlich demonstriert, dass so auch umfangreiche Bestände effizient digital ediert werden können.


Medieval and early modern account books are well suited for computer analysis, since they can be easily converted to tabullar data formats. Scholarly research and the creation of critical editions have simultaneously demonstrated that research interest on this type of textual material is so diverse that they should ideally be digitally edited. However, this paper can only point to one single digital edition that also allows the numeric analysis of account books. While previous research on digital editions has concentrated on philologic and paleographic problems, this paper proposes an edition model that also includes the contents of the accounts themselves. Based on the Resource Description Framework (RDF), this model of references between the different forms of representation can be serialized with the encoding guidelines of the Text Encoding Initiative (TEI). Finally, this paper will demonstrate that extensive collections can also be efficiently be digitally edited in this way.


1. Mittelalterliche und frühneuzeitliche Rechnungen in der Forschung und der bisherigen Editionspraxis

Historische Rechnungsdokumente scheinen auf den ersten Blick hervorragend geeignet für die computergestützte Reproduktion: Erstens sind sie hoch strukturiert. Zweitens enthalten sie große Mengen an Einzelinformationen, die individuell nicht immer von hohem Quellenwert sind, als Aggregation jedoch Bedeutung gewinnen. Drittens enthalten sie Zahlen, mit denen gerechnet werden kann. In der Zeit zwischen 1960 und 1990, in denen die Kontaktzone zwischen Informatik und Geisteswissenschaften stark von sozialhistorischen Interessen geprägt war, war die Verbindung zwischen historischen Rechnungsdokumenten und digitalen Methoden entsprechend eng. Gerade die Quantifizierung als Methode historischer Forschung nutzte die Möglichkeiten, die Computertechnologien boten.[1] Aus den Rechnungen wurden individuelle Datenbanken und tabellarische Darstellungen erstellt. Als gemeinsamer ›Standard‹ haben sich für solche tabellarischen Darstellungen von wirtschaftshistorischen Daten einfache Tabellenformate (z.B. tabulatorgetrennte Textdateien oder kommaseparierte Werte) und das Format der Tabellenkalkulationssoftware MS Excel durchgesetzt.[2]

Dieser Ansatz übergeht jedoch wichtige Informationen des originalen Dokuments, die insbesondere bei mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechnungen von Bedeutung sein können.[3] Die jüngst erschienene kritische Edition der Stadtrechnungen von Luxemburg[4] zeigt, dass Buchführung auch eine wichtige sprachhistorische Quelle ist, die Auskunft über Orthographie, Vokabular und Fachsprachen geben kann.[5] Eine digitale Ressource, die nur buchhalterische Informationen wie Beträge, Konten und stichwortartige Beschreibungen der Buchungen enthält, verringert ihren sprachhistorischen Quellenwert signifikant.

Forschungen zur Verwaltungsgeschichte, zur pragmatischen Schriftlichkeit und zur Amtsbücherkunde haben gezeigt, dass Rechnungslegung und ihre Verschriftlichung im Mittelalter ein Prozess war, der mehrere Schritte umfasste: Vorbereitung der Rechnung aus informellen Dokumenten (Belege, vorläufige Rechnungsregister u.ä.), Zusammenstellung in einer Reinschrift, mündliche Rechnungslegung vor einer Rechnungskontrollinstanz oder zumindest vor einer Person, die mit Hilfe des Abakus die Rechenprozesse nachvollzog, Aktualisierung von Schuldposten im Zuge der Erstattung durch den Debitor sowie Umwandlung von Soll-Buchungen in Ist-Zahlungen insbesondere in der Steuerverwaltung und in Grundherrschaften. Mittelalterliche Rechnungen waren also nicht nur Finanzdokumente, sondern Protokolle von finanztechnischen Operationen.[6]

Auch das Layout von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechnungen war nicht stabil. Rechnungen der Verwaltung entwickelten sich im Regnum Teutonicum zum Beispiel von Protokollen in längeren Textblöcken zu komplexen tabellarischen Formen.[7] Frühe Formen der doppelten Buchhaltung notierten die Debit- und Credit-Buchungen untereinander, andere benutzten dafür zwei verschiedene Teile des Rechnungsbuches, und erst in jüngerer Zeit entstand die parallele Notation in einer Zeile.[8] Die Entwicklung der visuellen Form ist also ebenfalls Teil der Erforschung der Geschichte des Rechnungswesens.

Rechnungsbücher sind schließlich nicht nur eine ökonomische Quelle, sondern auch eine gute Quelle für Alltagsleben, Sozialgeschichte und Sachkultur.[9] Diese Quelleninhalte erfordern die Verbindung der Buchungen mit Taxonomien, die nicht nach buchhalterischen Kriterien aufgebaut sind: Berufsgruppen, Warengruppen, Bevölkerungsschichten etc. Die Erschließung der Rechnungstexte allein nach finanztechnischen Gesichtspunkten muss dafür um diese Arten inhaltlicher Erschließung ergänzt werden.

Als gängige Lösung für das Problem unterschiedlicher Forschungsinteressen an Rechnungsbüchern konzentriert sich eine gedruckte Edition auf eine einzelne Perspektive: Während z.B. die erwähnten Editionen der Luxemburger Stadtrechnungen aus sprachhistorischem Forschungsinteresse heraus auf eine diplomatische Transkription Wert legen, edierte Richard Knipping mit wirtschaftshistorischem Interesse die Kölner Stadtrechnungen in tabellarischer Form.[10] Im Medienkontext des Buchdrucks ist es wirtschaftlich nicht vertretbar, beiden Forschungsinteressen gerecht zu werden und eine Rechnung sowohl als Volltexttranskription als auch tabellarisch zu publizieren.

2. Digitale Editionen von Rechnungsschriftgut

Auf dem aktuellen Stand der theoretischen Diskussion über die Digitale Edition scheint das Problem gelöst: Eine kritische Edition kann als digitale Ressource mehrere Interpretationsschichten einschließen und dem Benutzer die Auswahl der für ihn nützlichen Präsentationsform überlassen.[11] Eine überblicksartige Recherche nach digitalen Ressourcen von mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Rechnungsbüchern zeigt jedoch, dass diese Editionen das theoretisch formulierte Potential jeweils nur eingeschränkt realisieren. Als Beispiele für ambitionierte digitale Editionen von Rechnungsmaterial können folgende drei Projekte dienen: Mitarbeiter der Universität Lyon stellen sich der Aufgabe, eine umfangreiche Serie von Rechnungen digital zu edieren, indem sie von den 157 in zwei Archiven aufbewahrten Rechnungen der Grafen von Savoyen vom Ende des 13. Jahrhunderts Abbildungen und TEI-Transkriptionen online verfügbar machen.[12]Matthias Perstling hat das über mehrere Jahre hinweg benutzte Steirische Marchfutterurbar vom Anfang des 15. Jahrhunderts so digital ediert, dass die verschiedenen Bearbeitungsschichten in Zahlungsvermerken und Änderung der Namen der Abgabenpflichtigen nachvollziehbar werden.[13] Das Team um Jürgen Sarnowsky hat die Schuld- und Rechnungsbücher des Deutschen Ordens um 1400 unter Einschluss einer Taxonomie der Geschäftsvorfälle und Warengruppen digital ediert.[14] Diese und weitere Beispiele[15] bieten Faksimiles zu den Transkriptionen, erlauben eine normalisierte und auf Taxonomien aufgebaute Suche oder visualisieren die klassifizierten Informationen.

Dennoch fehlt diesen Editionen eine zentrale Komponente der Quellengattung, nämlich ihre Eigenschaft als Rechenwerk. Dagegen gibt die Edition der Rechnungsbücher des Royal Irish college of Saint George the Martyr in Alcalá[16] dem Benutzer und der Benutzerin nicht nur Zugriff auf Bilder von Transkriptionen der Rechnung, sondern ermöglicht es auch, mit den Buchungsposten zu rechnen. In einer Flash-Umgebung können die originalen Texte und ihre englische Übersetzung durchsucht werden. Die Treffer werden im Kontext ihrer jeweiligen Seite angezeigt. Sie können über eine Checkbox ausgewählt und in ein »Datasheet« überführt werden, das die ausgewählten Beträge summiert. Auch wenn leider ein Zugriff auf die Quelldaten oder eine Exportfunktion der Daten fehlt, ist diese digitale Edition die einzige, deren Datenmodell und Benutzerinterface für eine essentielle Eigenschaft des Ausgangsmaterials eine adäquate Form gefunden hat, nämlich den Text als Rechenwerk zu präsentieren.

3. Ein Modell für die inhaltsorientierte Edition von Rechnungsschriftgut

Man kann einige Gründe dafür anführen, dass die Editionsweise der Rechnungsbücher des Royal Irish college of Saint George the Martyr eine Seltenheit ist. Sie ergeben sich aus primären Interessenslagen von verschiedenen Forschergruppen. Eine Erklärung für die fehlende Umsetzung des Potentials digitaler Editionen für Rechnungsschriftgut liegt in der Dominanz philologischer Editionsmethoden und in der Forschungsdiskussion über digitale Editionen.[17] So sind die Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI)[18] als De-facto-Standard digitalen Editierens z.B. mehr an komplexen Überlieferungsverhältnissen, kodikologischen und paläographischen Details oder an linguistischen Phänomenen interessiert als an der Erschließung von Propositionen. Syd Baumann und Kathryn Tomasek haben deshalb erste Vorschläge erarbeitet, wie die TEI zu erweitern wäre, um Finanztransaktionen beschreiben zu können.[19] Als alternativer Standard für die Kodierung von buchhalterischen Informationen steht mit XBRL (eXtended Business Reporting Language)[20] ein flexibler Vorschlag von wirtschaftswissenschaftlicher Seite zur Verfügung, der mit der Global Ledger-Taxonomie auch Kategorien für die Kodierung historischer Buchhaltung anbietet.[21] Es stellt sich die Frage, ob beide Standards miteinander in Verbindung gebracht werden können.

Ausgehend von den Überlegungen, die Manfred Thaller 2012 vorgestellt hat,[22] erscheint es angemessen, die verschiedenen Forschungsinteressen an Rechnungsdokumenten nicht in einem gemeinsamen XML-Modell wie der TEI, sondern in einem RDF-Modell abzubilden,[23] das den Text als Visualisierung von Informationen (»Bild«), als Spur von Schreibhandlungen sowie als sprachlicher Ausdruck (»Spur« und »Sprache«) und als Vermittler von Bedeutungen repräsentiert, und damit für unterschiedliche Forschungsfragen zugänglich macht (vgl. Abbildung 1).

Abb. 1: Integration von Inhalt in ein
                                Modell digitaler kritischer Editionen (Graphik: Autor).
Abb. 1: Integration von Inhalt in ein Modell digitaler kritischer Editionen (Graphik: Autor).

Die Beziehung zwischen der visuellen, der textlichen und der inhaltlichen Repräsentation der Dokumente kann im Vokabular von Open Annotation Collaboration[24] als eine Instanz der Klasse Annotation verstanden werden, oder im Vokabular von CIDOC-CRM als eine p67-Refers to-Property.[25]

Ein solches graphenbasiertes Modell nimmt Rücksicht darauf, dass die verschiedenen Forschungsinteressen zu Datenstrukturen führen können, die im hierarchischen Modell von Text in XML nur mit Hilfskonstrukten kodiert werden können. Das vorgeschlagene Modell schließt dabei aber die Verwendung der TEI nicht aus, denn es kann mit Hilfe von ›analytic notes‹ der TEI zumindest teilweise serialisiert werden.[26] Das Attribut @ana (für ›analysis‹) erlaubt es, beliebige TEI-Elemente mit Interpretationen zu verbinden. Das von der TEI bevorzugte linguistische oder dokumentarische Markup kann darüber auf eine Beschreibung der Buchungsfunktionalitäten, z.B. ausgedrückt als tei:categories oder tei:interpretations, verweisen.

Mit einschlägigem Domänenwissen können diese Strukturen mit einfachem XSLT[27] in explizites RDF verwandelt werden, das auf den in der TEI vorhandenen Möglichkeiten zur Repräsentation von Taxonomien aufbaut. Dabei entstehen URIs für abstrakte Konzepte, die einerseits von den Texten repräsentiert werden und andererseits Instanzen der als Taxonomien formulierten Buchhaltungskonzepte sind. @ana repräsentiert dann einen Open Annotation Graph {oa:Annotation oa:hasTarget ex:tei-frgm ; oa:hasBody ex:tei-frgm@ana-value-as-uri .} oder direkt die CIDOC-CRM Property p67.

Zusätzlich zu den explizit durch einen @ana-Verweis ausgedrückten Beziehungen kann die TEI-Kodierung weitere semantisch auswertbare Beziehungen ausdrücken. So kann z.B. die Beziehung zwischen Konto und Unterkonto in der Verschachtelung von XML-Elementen tei:category kodiert werden. Ebenso können die einzelnen Buchungen Konten zugeordnet werden, indem sie als item-Elemente einer <tei:list ana=“#gl_account #bk_konto1“> oder als Absätze tei:p in einem Abschnitt <tei:div ana=“#gl_account #bk_konto1“> kodiert werden. Solche Kodierungen sind implizite Aussagen über die Bedeutung des Textes, denn Eigenschaften der Liste oder des Abschnitts können auf die einzelnen Listenelemente bzw. Absätze übertragen werden.[28]

Weder die TEI noch die beschriebene Kodierung bieten eine Möglichkeit, die im gewählten hierarchischen XML-Dokumentmodell implizierten semantischen Referenzen formal zu explizieren. Welche Elementverschachtelungen semantische Beziehungen ausdrücken und welche nicht, ergibt sich nur aus der verbalen Beschreibungen der Bedeutung der gewählten Auszeichnung. Für die praktische Umsetzung einer Rechnungsedition ist das nicht von Belang, weil das notwendige Wissen über die Bedeutung der Kodierung bei der Entwicklung von Software zur Verarbeitung des semantischen Gehalts vorausgesetzt werden kann.

Die Frage ist relevant, wenn man TEI-Kodierung allgemein als Serialisierung des vorgeschlagenen Modells verwenden will. Ein möglicher Ansatz für eine technische Verallgemeinerung der Verwendung von XML-Strukturen als Indizien für semantische Aussagen besteht darin, die in @ana referenzierte Ontologie formal präziser z.B. als RDF-Semantics[29] oder als OWL[30] zu formulieren. Wenn dann die @ana-Referenz als eine rdf:type-Beziehung verstanden wird, können aus der formalen Ontologie Erwartungen an die semantische Bedeutung der XML-Struktur abgeleitet werden. So kann man z.B. in der Ontologie formulieren, dass eine RDF-Property, welche den Betrag einer Buchung kodiert, eine Buchung als RDFs-Domain erwartet. Davon ausgehend, dass solche Beziehungen in der Hierarchie der XML-Elemente ausgedrückt sind, kann angenommen werden, dass der nächste Knoten in der Vorfahrenachse im XML-Baum, der auf ein Konzept der entsprechenden Klasse verweist, als Domain zu verwenden ist.

Eine wie oben beschrieben in TEI kodierte Transkription ist klar von einer dokumentarischen Repräsentation zu trennen, welche Texte topographisch als beschriftete Bereiche einer Oberfläche beschreibt oder gar paläographisch detaillierte Beobachtungen über die graphische Gestalt der Zeichen zu kodieren versucht. Auch solche Eigenschaften von Text lassen sich kodieren und sind Teil der Kodierungsvorschläge der TEI geworden.[31] Ihre Beziehung zur Textstruktur und den darin ausgedrückten Inhalten kann deshalb mit TEI facsimiles kodiert werden.[32] Die @facs-Referenzen der TEI serialisieren aus dem obigen Modell die crm:p67-refers-to-Beziehung bzw. sind Stellvertreter für eine Annotation im Sinne von Open Annotation Collaboration. Es erscheint sogar realistisch, die Kodierungsvorschläge der TEI auch auf das auf Open Annotation Collaboration aufbauende Shared Canvas-Modell abzubilden.[33] Als Referenzsystem werden dabei Koordinaten in den visuellen Repräsentationen der Handschrift verwendet. Es erscheint denkbar, aus den Koordinaten auf die inhaltliche Struktur zu schließen, denn im Laufe des späten Mittelalters haben sich Formen für die äußere Gestaltung von Rechnungsschriftgut entwickelt, welche wenigstens die einzelnen Buchungen, zunehmend auch die Beträge optisch voneinander abtrennen. Es wäre zu prüfen, ob die Funktion Spalten und Zeilen in einer tabellarischen Buchführung, wie sie sich seit dem 16. Jahrhundert zunehmend verbreitet hat, computergestützt aus der Geometrie der Textseiten ermitteln lässt.

4. Praktikabilität des Modells

Für die Implementierung solcher verallgemeinerten Transformationen fehlt noch der ›Proof of Concept‹. Denn für die Editionsarbeit ist ein theoretisch konsistentes Kodierungsmodell notwendig, um die Nachnutzung der Daten sicherzustellen. Ebenso wichtig ist jedoch, dass das Kodierungsmodell auch praktikabel ist. Gegenwärtig wird die oben beschriebene TEI-Kodierung in verschiedenen Projekten auf ihre praktische Umsetzbarkeit getestet. Es wird dabei auch nach Methoden gesucht, mit denen der Computer eine digitale Repräsentation des Dokuments »Rechnung« z.B. mit Hilfe von automatischen Umrechnungen, und die Umsetzung von Strukturen des XML-Codes in Bezüge zwischen den Sachaussagen unterstützt, sowie die zur Pflege von Taxonomien und kontrollierten Vokabularien eingesetzt werden. Die in GAMS, dem Grazer auf Fedora Commons aufbauenden Digitalen Archiv für geisteswissenschaftliche Daten,[34] online gestellten Rechnungen, können belegen, dass der theoretische Ansatz für Rechnungseditionen realistisch umsetzbar ist.[35] Die fünf Beispiele aus gedruckten Editionen und neu erstellten Editionen konnten mit überschaubarem Arbeitseinsatz in das oben skizzierte TEI-Format konvertiert werden. Bei der Konversion von Textdokumenten, die als Vorlage für Drucke dienten, konnten umfangreiche Suchen mit regulären Ausdrücken eingesetzt werden, um z.B. römische Zahlen oder die Beträge am Schluss der Buchungen zu identifizieren.

Bei der Kodierung von neu erstellten Editionen ist darauf Rücksicht zu nehmen, dass sich die Technik gut in die Arbeitsabläufe der Forscherinnen und Forscher einfügen, die ihre Fachkompetenz in die Transkription und Erschließung des Textes investieren. Dafür wurde im Rahmen des Projekts der Basler Jahrrechnungen[36] eine TEI-Customization entwickelt, die es erlaubt, mit kurzen Bezeichnern, wie <r:e> für jede Buchung, <r:sum> für Summen oder <r:b> für den Betrag der Buchung, die entsprechenden Textteile zu markieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Editionsprojekt haben sich darüber hinaus entschieden, die Geldbeträge mit Markup zu transkribieren, so dass <r:lb>, <r:sh> und <r:d> für Pfund, Schilling und Pfennig stehen. In einer Transformation werden diese Angaben und die römischen Zahlen in numerische Werte und formale Kodierungen umgewandelt. Damit wird aus

»<r:e>...<r:b><r:lb>ij<r:exp>c</r:exp> lxv</r:lb> <r:sh>v</r:sh> <r:d>j</r:d></r:b></r:e>«

folgende Kodierung, die mit dem Standardschema der TEI konform ist:

»<p ana="#gl_entryDetail">… <measure ana="#gl_amount" quantity="63661" unit="d" type="currency">ij<hi rend="superscript">c</hi>lxv lb v ß j d</measure></p>«

Diese Buchungen werden mit Hilfe der Textstruktur in Sachgruppen, also Konten, geordnet, indem die Sequenz der Texte die einzelnen Buchungen einer Überschrift zuordnet. In der TEI werden dazu die hierarchischen Kodierungsformen von XML verwendet, welche für die Interpretation günstig sind, weil sie strikter sind als die Schriftformen des Mittelalters.[37]

In der Testumgebung können die unterschiedlichen Editionen mit Hilfe von XSL-Stylesheets die römischen Zahlen in numerische Werte umgewandelt und diese Zahlen auf eine gemeinsame Rechnungsbasis, d.h. den Pfennig, umgerechnet werden. Die Zahlen werden als Beträge von Buchungen in einer Datenbank, d.h. konkret in einer Sesame-Triple-Store, gespeichert und können dort den in den TEI-Dokumenten enthaltenen Kontenhierarchien zugeordnet werden. Damit ist es möglich, effizient nach Buchungen mit schneller Berechnungen von Summen oder Darstellungen von numerischen Zeitreihen zu suchen ebenso wie eine klassische Editionsansicht oder tabellarische Präsentationen der Daten zu generieren. Die Daten selbst sind sowohl in der TEI-Kodierung wie in der Datenrepräsentation als RDF/XML zugänglich.[38]

5. Fazit

Die angeführten Beispiele zeigen, dass das theoretisch entwickelte und in RDF formalisierbare Modell in praktischer Editionsarbeit verwendet werden kann und dabei Eigenschaften der Quelle digital repräsentiert werden können, die in der etablierten textorientierten Kodierung der TEI benachteiligt worden sind. Es entstehen also digitale Editionen, welche neben der visuellen und linguistischen Sicht auf den Text auch seine Bedeutung repräsentieren. Das an Hand von mittelalterlichen Rechnungen entwickelte Modell trägt damit dazu bei, theoretische Überlegungen aus dem Bereich der digitalen kritischen Edition, wie verschiedene Forschungsinteressen am Textobjekt modelliert werden können, in ein praktikables Modell digitaler Edition zu übersetzen. Das von der Philologie dominierte Modell kritischer digitaler Edition ist also kein Grund mehr, mittelalterliche und frühneuzeitliche Rechnungen nicht digital zu edieren und sie dabei sowohl als Informationsquelle für Sprachgeschichte als auch für ökonometrische Untersuchungen zu verwenden.


Fußnoten


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Abbildungslegenden und -nachweise

  • Abb. 1: Integration von Inhalt in ein Modell digitaler kritischer Editionen (Graphik: Autor).
Heft / Sonderband: 
Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities

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