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E wie Editorial

E wie Editorial

Die Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften ist ein innovatives Forschungsperiodikum, das sich Themen an der Schnittstelle von geisteswissenschaftlicher und digitaler Forschung widmet. Adaptionen von Informatik und Informationswissenschaft eröffnen der Gesamtheit der Geisteswissenschaften neue Wege der Wissenserschließung, tragen zur Etablierung neuer Forschungsansätze bei und liefern neue Möglichkeiten der Auf- und Nachbereitung von Quellen, Dokumenten, Daten und Medien. Die Verknüpfung von technischen Innovationen und geisteswissenschaftlichen Forschungsfragen bildet die Grundlage zu einer Standortbestimmung der digitalen Geisteswissenschaften.

Mit der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften eröffnet der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) in Zusammenarbeit mit dem Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd) ein Forum zur Präsentation und Diskussion von Forschungsergebnissen im Kontext der Digital Humanities. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Beiträge, welche die kulturelle Überlieferung, wie sie durch die reichen und einzigartigen Bestände der beteiligten Bibliotheken und Archive repräsentiert wird, zum Ausgangspunkt von Forschungsfragen nehmen. Die Geisteswissenschaften richten ihr Augenmerk zunehmend auf Fragestellungen, die digitale Möglichkeiten in ihre Überlegungen einbeziehen oder diese vermehrt zum Ausgangspunkt ihrer Forschungen und Projekte machen. Von der Digitalisierung der Primärquellen bis zur Änderung der Publikationskultur und Fachkommunikation unter digitalen Bedingungen reichen die Möglichkeiten, auf denen solche Fragestellungen basieren oder von denen sie ausgehen können. Die Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften versteht sich als Organ, das all diese Entwicklungen Disziplinen übergreifend begleitet und die philosophischen, politischen, sozialen und kulturellen Implikationen und Konsequenzen beleuchtet, die der digitale Wandel mit sich bringt. Sie setzt sich für eine Geisteswissenschaft im digitalen Zeitalter ein, die die entscheidenden Fragen und Themen auf dem Weg zu digitalen Geisteswissenschaften verhandelt und auch kritischen Einwänden in diesem Feld Raum für Debatten bietet.

Herausragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Forschungsgruppen und Nachwuchswissenschaftlerinnen und –wissenschaftler sind aufgerufen, in ihren Beiträgen den vielfältigen Herausforderungen zu begegnen, die sich hieraus für die Geisteswissenschaften ergeben.

Die Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften tritt in einer Webinfrastruktur auf, die selbst Teil der Entwicklung ist. Sie schlägt neue Wege des digitalen Publizierens ein, um die Verfahren der Produktion, der redaktionellen Arbeit und der Begutachtung sowie der Distribution in einen frei zugänglichen und transparenten Wissensdiskurs zu überführen. Im Sinne einer nachhaltigen Wissenschaft werden die herausgebenden Institutionen dafür Sorge tragen, dass die dauerhafte Findbarkeit und Langzeitarchivierung aller veröffentlichten Beiträge gewährleistet ist.

 

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