Versionen vergleichen von : Die Sacherläuterungen in der digitalen Editorik. Auf der Suche nach der Best Practice

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3 Jutta Eckle 3 Jutta Eckle
4 Kontakt: jutta.eckle@klassik-stiftung.deInstitution: Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv GND: 1032871520ORCID: 0009-0000-1171-7654Contribution (CRediT): Conceptualization | Writing – original draft 4 Kontakt: jutta.eckle@klassik-stiftung.deInstitution: Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv GND: 1032871520ORCID: 0009-0000-1171-7654Contribution (CRediT): Conceptualization | Writing – original draft
5 5
8 Weitere Beteiligte: Anja Stehfest (Sächsische Akademie der Wissenschaften – Visualization) 8 Weitere Beteiligte: Anja Stehfest (Sächsische Akademie der Wissenschaften – Visualization)
9 DOI: 10.17175/sb007_003 9 DOI: 10.17175/sb007_003_v2
10 Nachweis im OPAC der Herzog August Bibliothek: 194784461X 10 Nachweis im OPAC der Herzog August Bibliothek: 1949996247
11 Erstveröffentlichung: 30.12.2025 11 Erstveröffentlichung: 30.12.2025
12 Lizenz: CC BY-SA 4.0, sofern nicht anders angegeben. 12 Version 2.0: 23.01.2026
13 Lizenz: CC BY-SA 4.0,
14 sofern nicht anders angegeben.
13 15
14 16
15 Letzte Überprüfung aller Verweise: 06.11.2024 17 Letzte Überprüfung aller Verweise: 23.01.2026
16 GND-Verschlagwortung: Digitale Edition | Webdesign | Leseforschung | Kommentar | Editionsphilologie 18 GND-Verschlagwortung: Digitale Edition | Webdesign | Leseforschung | Kommentar | Editionsphilologie
17 Empfohlene Zitierweise: Jutta Eckle: Die Sacherläuterungen in der digitalen Editorik. Auf der Suche nach der Best Practice. In: Daniela Schulz / Marcus Baumgarten / Torsten Schaßan (Hg.): Digitales Edieren gestern, heute und morgen (= Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften / Sonderbände, 7). Wolfenbüttel 2025. 30.12.2025. HTML / XML / PDF. DOI: 10.17175/sb007_003 19 Empfohlene Zitierweise: Jutta Eckle: Die Sacherläuterungen in der digitalen Editorik. Auf der
20 Suche nach der Best Practice. In: Daniela Schulz / Marcus Baumgarten / Torsten Schaßan (Hg.): Digitales Edieren gestern, heute und morgen (= Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften / Sonderbände, 7). Wolfenbüttel 2025. 30.12.2025. Version 2.0 vom 23.01.2026. HTML / XML / PDF. DOI: 10.17175/sb007_003_v2
18 21
24 27
25 Der Beitrag beschäftigt sich mit kommentierenden Ausgaben aus dem Bereich der neugermanistischen 28 Der Beitrag beschäftigt sich mit kommentierenden Ausgaben aus dem Bereich der
26 Editionsphilologie. Bei der Transformation ins digitale Medium sind die etablierten 29 neugermanistischen Editionsphilologie. Bei der Transformation ins digitale Medium
27 Muster zur inhaltlichen und formalen Präsentation von Sacherläuterungen (Überblicks- 30 sind die etablierten Muster zur inhaltlichen und formalen Präsentation von
28 wie Einzelstellenkommentare sowie ergänzende und rezeptionssteuernde Paratexte der 31 Sacherläuterungen (Überblicks- wie Einzelstellenkommentare sowie ergänzende und
29 Editor*innen) neu zu betrachten und unter Maßgabe der veränderten Präsentations- und 32 rezeptionssteuernde Paratexte der Editor*innen) neu zu betrachten und unter Maßgabe
30 Rezeptionsmodi (erweiterten visuellen und akustischen Möglichkeiten) weiterzuentwickeln. 33 der veränderten Präsentations- und Rezeptionsmodi (erweiterten visuellen und
31 Der Beitrag enthält erste Beobachtungen, die zu weiterführenden theoretischen wie 34 akustischen Möglichkeiten) weiterzuentwickeln. Der Beitrag enthält erste
32 praktischen Betrachtungen anregen wollen, mit dem Ziel in näherer Zukunft erweiterte 35 Beobachtungen, die zu weiterführenden theoretischen wie praktischen Betrachtungen
33 digitale Standards für komplexere Sacherläuterungen zu etablieren. 36 anregen wollen, mit dem Ziel in näherer Zukunft erweiterte digitale Standards für
37 komplexere Sacherläuterungen zu etablieren.
34 38
43 contains initial observations that are intended to stimulate further theoretical and 47 contains initial observations that are intended to stimulate further theoretical and
44 practical considerations with the aim of establishing new digital standards for commenting 48 practical considerations with the aim of establishing new digital standards for
45 in the near future. 49 commenting in the near future.
46 50
49 53
50 1. Standortbestimmung: Sacherläuterungen in der neugermanistischen Editionsphilologie 54 Version 2.0 (23.01.2026)
55 Anmerkung der Verfasserin: In Abschnitt 4 und 5 des Beitrags wurden mit Blick auf
56 die digitale Schnitzler-Edition inhaltliche Anpassungen vorgenommen. Einige Aussagen
57 in Version 1 waren fehlerhaft.
58
59
60 1. Standortbestimmung: Sacherläuterungen in der neugermanistischen
61 Editionsphilologie
51 2. Status Quo: Sacherläuterungen in der digitalen Editorik 62 2. Status Quo: Sacherläuterungen in der digitalen Editorik
52 3. ›Digitales Nutzen‹ vs. ›Intensives Studieren‹: Einige Seitenblicke auf Ergebnisse 63 3. ›Digitales Nutzen‹ vs. ›Intensives Studieren‹: Einige Seitenblicke auf
53 der empirischen Leseforschung 64 Ergebnisse der empirischen Leseforschung
54 4. Quo vadis Sacherläuterung: Überlegungen zur Konzeption der Benutzungsoberfläche 65 4. Quo vadis Sacherläuterung: Überlegungen zur Konzeption der Benutzungsoberfläche
57 Bibliografische Angaben 68 Bibliografische Angaben
58
59 Abbildungsverzeichnis 69 Abbildungsverzeichnis
60 70
61 1. Standortbestimmung: Sacherläuterungen in der neugermanistischen Editionsphilologie 71 1. Standortbestimmung: Sacherläuterungen in der neugermanistischen
72 Editionsphilologie
62 [1]Es ist kein Geheimnis, dass in der Entwicklung der Editorik heute ein Stand erreicht 73 [1]Es ist kein Geheimnis, dass in der Entwicklung der Editorik heute ein Stand erreicht
63 ist,‍[1] an dem reine Printausgaben endgültig der Vergangenheit angehören und nun – wie die 74 ist,‍[1] an dem reine Printausgaben endgültig der Vergangenheit angehören und nun –
64 Edition Jean Paul – Sämtliche Briefe digital‍[2], eines der ältesten Unternehmen der Preußischen Akademie der Wissenschaften – auf 75 wie die Edition Jean Paul – Sämtliche Briefe digital‍[2], eines der ältesten Unternehmen der
65 ›ziemlich geradem Weg‹ digital wiedergeboren werden müssen, wollen sie weiterhin genutzt 76 Preußischen Akademie der Wissenschaften – auf ›ziemlich geradem Weg‹ digital
66 werden. Dabei gilt es – und dies ist wohl die wichtigste Herausforderung in den nächsten 77 wiedergeboren werden müssen, wollen sie weiterhin genutzt werden. Dabei gilt es –
67 Jahren oder Jahrzehnten – die seit dem 19. Jahrhundert in der neugermanistischen Editionsphilologie 78 und
68 etablierten wissenschaftlichen Konventionen – hier die typografische Darstellung des 79 dies ist wohl die wichtigste Herausforderung in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten
69 Kommentars als Fließtext oder lemmatisierte Einzelstellenerläuterung – zu remediatisieren, 80  – die seit dem 19. Jahrhundert in der neugermanistischen Editionsphilologie
70 an die neuen Gegebenheiten anzupassen, d. h. sie zu übersetzen oder neu zu kodifizieren. 81 etablierten wissenschaftlichen Konventionen – hier die typografische Darstellung des
71 Dies ist zu leisten, will man das hohe Niveau, das die Editionsphilologie als wissenschaftliche 82 Kommentars als Fließtext oder lemmatisierte Einzelstellenerläuterung – zu
72 Disziplin inzwischen erreicht hat, auch in Zukunft bewahren.‍[3] Wie Sacherläuterungen darzustellen sind, dazu hat sich in Printausgaben ein relativ 83 remediatisieren, an die neuen Gegebenheiten anzupassen, d. h. sie zu übersetzen oder
73 verbindlicher Kanon von vertrauten Mustern und diakritischen Zeichen etabliert. Als 84 neu zu kodifizieren. Dies ist zu leisten, will man das hohe Niveau, das die
74 Beispiel sei an dieser Stelle ein Seitenblick auf die gedruckten Kommentarbände von 85 Editionsphilologie als wissenschaftliche Disziplin inzwischen erreicht hat, auch in
75 Johann Wolfgang von Goethe. Briefe. Historisch-kritische Ausgabe (GB)‍[4] erlaubt. 86 Zukunft bewahren.‍[3] Wie Sacherläuterungen darzustellen sind, dazu hat sich in
87 Printausgaben ein relativ verbindlicher Kanon von vertrauten Mustern und
88 diakritischen Zeichen etabliert. Als Beispiel sei an dieser Stelle ein Seitenblick
89 auf die gedruckten Kommentarbände von Johann Wolfgang von Goethe. Briefe. Historisch-kritische
90 Ausgabe (GB)‍[4] erlaubt.
76 91
77 92
78 Abb. 1: Kommentarbestandteile in der historisch-kritischen Goethe-Briefausgabe, hier Kommentar 93 Abb. 1: Kommentarbestandteile in der
79 zu Goethes Brief vom 25. Mai 1795, wohl an Heinrich Blümner, Nr. 116 aus GB 10. [Scans 94 historisch-kritischen Goethe-Briefausgabe, hier Kommentar zu Goethes Brief vom
80 aus: von Ammon et al. (Hg.) 2008–; schematische Übersicht: Anja Stehfest 2024] 95 25. Mai 1795, wohl an Heinrich Blümner, Nr. 116 aus GB 10. [Scans aus: von Ammon et
96 al. (Hg.) 2008–; schematische Übersicht: Anja Stehfest 2024]
81 97
82 [2]Auf die Kopfzeile mit Nennung der Briefnummer, von Adressaten, Absendeort und -datum 98 [2]Auf die Kopfzeile mit Nennung der Briefnummer, von Adressaten, Absendeort und -datum
83 sowie des Empfangsorts (roter Kasten) und den Apparat mit sämtlichen Angaben zur textkritisch 99 sowie des Empfangsorts (roter Kasten) und den Apparat mit sämtlichen Angaben zur
84 relevanten Überlieferung (grüner Kasten) folgen ein Überblickskommentar mit Angaben 100 textkritisch relevanten Überlieferung (grüner Kasten) folgen ein Überblickskommentar
85 zum Umfang und Charakter der Korrespondenz, zu zentralen Themen und zu Goethes Beziehung 101 mit Angaben zum Umfang und Charakter der Korrespondenz, zu zentralen Themen und zu
86 zum Adressaten (blauer Kasten) sowie Erläuterungen zu einzelnen Briefstellen (gelber 102 Goethes Beziehung zum Adressaten (blauer Kasten) sowie Erläuterungen zu einzelnen
87 Kasten). Dabei ist die Typografie selbst schon bedeutungstragend, Teil der Semantik 103 Briefstellen (gelber Kasten). Dabei ist die Typografie selbst schon
88 des Editortextes. Ohne lange Erklärungen zu benötigen, erleichtert sie entscheidend die Aufnahme und 104 bedeutungstragend, Teil der Semantik des Editortextes. Ohne
89 Bewertung der dargebotenen Informationen. Dieses eingeführte bedeutungstragende Zeichenrepertoire, 105 lange Erklärungen zu benötigen, erleichtert sie entscheidend die Aufnahme und
90 wie das durch die Nennung von Seiten- und Zeilenzahl mit dem Text verbundene, durch 106 Bewertung der dargebotenen Informationen. Dieses eingeführte bedeutungstragende
91 eckige Klammer von der kursiv gesetzten eigentlichen Erläuterung abgegrenzte Lemma, 107 Zeichenrepertoire, wie das durch die Nennung von Seiten- und Zeilenzahl mit dem Text
92 wird sich wohl kaum 1:1 in die digitale Kommentierungspraxis übertragen lassen. Die 108 verbundene, durch eckige Klammer von der kursiv gesetzten eigentlichen Erläuterung
93 Ästhetik und Gestaltung des Buches lassen sich ebenso wenig wie die Materialität des 109 abgegrenzte Lemma, wird sich wohl kaum 1:1 in die digitale Kommentierungspraxis
94 Druckwerks in ein fluides Medium, in eine digitale Publikation übertragen. Digitale 110 übertragen lassen. Die Ästhetik und Gestaltung des Buches lassen sich ebenso wenig
95 Texte bleiben jederzeit weiter formbar, sind zu keinem Zeitpunkt distinkte physische 111 wie die Materialität des Druckwerks in ein fluides Medium, in eine digitale
96 Objekte. Sie vermitteln Inhalt und Bedeutung ohne feste physikalische Form. Sie werden 112 Publikation übertragen. Digitale Texte bleiben jederzeit weiter formbar, sind zu
97 anders verbreitet und genutzt. Ein Vergleich von Print- und Bildschirm- bzw. Displaydesigns 113 keinem Zeitpunkt distinkte physische Objekte. Sie vermitteln Inhalt und Bedeutung
98 kann dies augenfällig machen. Modifizierbare Zeilenlängen, Kontraste und Farbigkeit 114 ohne feste physikalische Form. Sie werden anders verbreitet und genutzt. Ein
99 kennt das Buch nicht. Die Wiedergaben von Bildern und Scans von Objekten, die neue 115 Vergleich von Print- und Bildschirm- bzw. Displaydesigns kann dies augenfällig
100 Möglichkeiten bei der Kommentierung bieten, sind im gedruckten Band zahlenmäßig limitiert, 116 machen. Modifizierbare Zeilenlängen, Kontraste und Farbigkeit kennt das Buch nicht.
101 Video- und Audiosequenzen einzubinden, ist unmöglich. Mit der Abhängigkeit von technischen 117 Die Wiedergaben von Bildern und Scans von Objekten, die neue Möglichkeiten bei der
102 Geräten stellen sich nun andersartige Fragen. Walter Morgenthaler hatte im Tagungsband 118 Kommentierung bieten, sind im gedruckten Band zahlenmäßig limitiert, Video- und
103 Kommentierungsverfahren und Kommentierungsformen (1993) noch pessimistisch geseufzt: »Wer wollte schon freiwillig, umdröhnt vom unvermeidlichen Ventilator, dauerbestrahlt 119 Audiosequenzen einzubinden, ist unmöglich. Mit der Abhängigkeit von technischen
104 von der Bildröhre, meist eingeengt auf das lästige 25-Zeilen-Format und genervt durch 120 Geräten stellen sich nun andersartige Fragen. Walter Morgenthaler hatte im
105 die ausgefransten Zeichensymbole – wer also wollte schon ganze Texte am Bildschirm 121 Tagungsband Kommentierungsverfahren und Kommentierungsformen (1993) noch pessimistisch geseufzt: »Wer wollte schon freiwillig,
106 lesen und auch nur ausgedehntere Apparatteile ebenda eingehender studieren!«‍[5] Inzwischen sind die Geräte kleiner geworden, tragbar, mobil, ganz ohne surrende Lüfterräder, 122 umdröhnt vom unvermeidlichen Ventilator, dauerbestrahlt von der Bildröhre, meist
107 die Bildschirme und Displays zwischenzeitlich deutlich kontrastreicher und damit lesefreundlicher. 123 eingeengt auf das lästige 25-Zeilen-Format und genervt durch die ausgefransten
108 Vor dem Hintergrund dieses technischen Fortschritts erscheint es legitim, auch eine 124 Zeichensymbole – wer also wollte schon ganze Texte am Bildschirm lesen und auch
109 digitale Präsentation von ausführlich kommentierten Ausgaben in Betracht zu ziehen, 125 nur ausgedehntere Apparatteile ebenda eingehender studieren!«‍[5] Inzwischen sind die Geräte kleiner geworden,
110 die – anders als ›Computer-Editionen‹, die oft nur praktische Ergänzung zum Buch waren, 126 tragbar, mobil, ganz ohne surrende Lüfterräder, die Bildschirme und Displays
111 zum Zwecke der effizienteren Recherche in den Texten (Volltextsuche) – konkret Leser*innen, 127 zwischenzeitlich deutlich kontrastreicher und damit lesefreundlicher. Vor dem
112 Philolog*innen und Literaturhistoriker*innen im Blick haben, wohl wissend, dass im 128 Hintergrund dieses technischen Fortschritts erscheint es legitim, auch eine digitale
113 Backend, auf der Ebene der Forschungsdaten, sich die mit Programmierkenntnissen ausgestatteten 129 Präsentation von ausführlich kommentierten Ausgaben in Betracht zu ziehen, die –
114 Digital Humanists selbst eigene Zugänge zu den Daten der Edition schaffen können. 130 anders als ›Computer-Editionen‹, die oft nur praktische Ergänzung zum Buch waren,
115 Diese besondere Gruppe ist keineswegs auf ein eingängiges Frontend, eine markante Benutzungsoberfläche (User Interface), angewiesen. Möglich wird diese variable Nutzung durch die Trennung von Encoding und Representation, wodurch sich ein und dieselben Daten ganz unterschiedlich modellieren und darstellen 131 zum
116 lassen. Es versteht sich von selbst, dass man auf eine angenehm les- und leicht studierbare 132 Zwecke der effizienteren Recherche in den Texten (Volltextsuche) – konkret
117 Darstellung von Text und Kommentar auf einer Benutzungsoberfläche verzichten kann, 133 Leser*innen, Philolog*innen und Literaturhistoriker*innen im Blick haben, wohl
118 wenn man sich darauf einigen könnte, dass allein nach den Regeln der Text Encoding Initiative (TEI) kodierter Inhalt (Content), hier edierter Text und Kommentar einer wissenschaftlichen 134 wissend, dass im Backend, auf der Ebene der Forschungsdaten,
135 sich die mit Programmierkenntnissen ausgestatteten Digital Humanists selbst eigene
136 Zugänge zu den Daten der Edition schaffen können. Diese besondere Gruppe ist
137 keineswegs auf ein eingängiges Frontend, eine markante
138 Benutzungsoberfläche (User Interface), angewiesen. Möglich
139 wird diese variable Nutzung durch die Trennung von Encoding
140 und Representation, wodurch sich ein und dieselben Daten ganz
141 unterschiedlich modellieren und darstellen lassen. Es versteht sich von selbst, dass
142 man auf eine angenehm les- und leicht studierbare Darstellung von Text und Kommentar
143 auf einer Benutzungsoberfläche verzichten kann, wenn man sich darauf einigen könnte,
144 dass allein nach den Regeln der Text Encoding Initiative (TEI)
145 kodierter Inhalt (Content), hier edierter Text und Kommentar einer wissenschaftlichen
119 Edition, die wichtigste eigenständige Forschungsleistung darstellt. Schon eine solche 146 Edition, die wichtigste eigenständige Forschungsleistung darstellt. Schon eine solche
120 digitale, alle Ergebnisse des Projekts enthaltende Ausgabe in wohlgeformten und validen 147 digitale, alle Ergebnisse des Projekts enthaltende Ausgabe in wohlgeformten und
121 XML-Daten wäre mit fein granulierten Persistent Identifiers (PIDs) zitierbar, in Verbindung mit einem wohldokumentierten Datenmodell nutzbar, 148 validen XML-Daten wäre mit fein granulierten Persistent
122 zudem mit gängigen XML-Technologien prozessierbar und langzeitarchivierbar.‍[6] Interessanterweise verzichtet bislang dennoch keine einzige digitale Ausgabe darauf, 149 Identifiers (PIDs) zitierbar, in Verbindung mit einem wohldokumentierten
123 sichtbar zu sein und dafür aufwändig einen digitalen Auftritt zu entwickeln. Und dies, 150 Datenmodell nutzbar, zudem mit gängigen XML-Technologien prozessierbar und
124 obwohl mit Sicherheit jede mit viel Aufwand entwickelte grafische Benutzungsoberfläche 151 langzeitarchivierbar.‍[6] Interessanterweise
125 um ein Vielfaches schneller veraltet als die auf ihr zu findende wissenschaftliche 152 verzichtet bislang dennoch keine einzige digitale Ausgabe darauf, sichtbar zu sein
153 und dafür aufwändig einen digitalen Auftritt zu entwickeln. Und dies, obwohl mit
154 Sicherheit jede mit viel Aufwand entwickelte grafische Benutzungsoberfläche um ein
155 Vielfaches schneller veraltet als die auf ihr zu findende wissenschaftliche
126 Kommentierung! Markante Benutzungsoberflächen stellen sicher, dass die Edition nicht 156 Kommentierung! Markante Benutzungsoberflächen stellen sicher, dass die Edition nicht
127 nur genutzt, sondern auch aktiv gelesen werden kann, dass sie durch spezifische Gestaltungselemente 157 nur genutzt, sondern auch aktiv gelesen werden kann, dass sie durch spezifische
128 wiedererkennbar bleibt und sich ihre Inhalte damit leichter memorieren lassen. Sie 158 Gestaltungselemente wiedererkennbar bleibt und sich ihre Inhalte damit leichter
129 garantieren weiterhin, dass sich Menschen mit den Inhalten eingehend und konzentriert 159 memorieren lassen. Sie garantieren weiterhin, dass sich Menschen mit den Inhalten
130 beschäftigen können. Es sollte deshalb auch dem*der klassischen Forschenden oder interessierten 160 eingehend und konzentriert beschäftigen können. Es sollte deshalb auch dem*der
131 Liebhaber*in heutzutage noch immer ein leicht lesbarer Text mit intuitiv fasslichen 161 klassischen Forschenden oder interessierten Liebhaber*in heutzutage noch immer ein
132 Apparaten digital dargeboten werden, mit Paratexten und textkritischen Erläuterungen 162 leicht lesbarer Text mit intuitiv fasslichen Apparaten digital dargeboten werden,
133 und eben mit instruktiven Überblicks- und Einzelstellenkommentaren. 163 mit
164 Paratexten und textkritischen Erläuterungen und eben mit instruktiven Überblicks-
165 und
166 Einzelstellenkommentaren.
134 2. Status Quo: Sacherläuterungen in der digitalen Editorik 167 2. Status Quo: Sacherläuterungen in der digitalen Editorik
136 mit ausführlichen Erläuterungen zu literaturhistorischen Gegenständen, die über die 169 mit ausführlichen Erläuterungen zu literaturhistorischen Gegenständen, die über die
137 Darbietung kurzer Annotationen hinausgehen, findet man – anders als im Portfolio der 170 Darbietung kurzer Annotationen hinausgehen, findet man – anders als im Portfolio der
138 gedruckten Editionen – trotz allem gegenwärtig noch relativ selten, wie eine intensive 171 gedruckten Editionen – trotz allem gegenwärtig noch relativ selten, wie eine
139 Durchsicht von Patrick Sahles A Catalog of Digital Scholarly Editions‍[7] zeigt. Nach wie vor werden gedruckte Bücher elektronisch angeboten, sind digitale 172 intensive Durchsicht von Patrick Sahles A Catalog of Digital Scholarly Editions‍[7] zeigt. Nach wie vor werden gedruckte Bücher
140 Angebote in der Gestaltung maßgeblich von der Drucktradition inspiriert. Ganz offensichtlich 173 elektronisch angeboten, sind digitale Angebote in der Gestaltung maßgeblich von der
141 bestehen auch nach dem allseits verkündeten Digital Turn in Textual Scholarship‍[8] noch Bedenken, was die Usability dieser ausführlichen Erläuterungen von Textstellen im syntagmatischen Kontext angeht, 174 Drucktradition inspiriert. Ganz offensichtlich bestehen auch nach dem allseits
175 verkündeten Digital Turn in Textual Scholarship‍[8] noch Bedenken, was die Usability
176 dieser ausführlichen Erläuterungen von Textstellen im syntagmatischen Kontext angeht,
142 die verlorenes und vergessenes Wissen bereitstellen und damit die Voraussetzung für 177 die verlorenes und vergessenes Wissen bereitstellen und damit die Voraussetzung für
143 eine adäquates Verständnis der Texte neu schaffen oder, um es mit Bodo Plachta zu 178 eine adäquates Verständnis der Texte neu schaffen oder, um es mit Bodo Plachta zu
144 sagen, »Wissen erschließen« und »Erkenntnisse sichern«.‍[9] Mehrheitlich bestehen die Vermittlungsleistungen der Erläuterungen, wenn vorhanden 179 sagen, »Wissen erschließen« und »Erkenntnisse
145 und von den digitalen Editor*innen überhaupt angestrebt,‍[10] neben knappen Informationen zum Gegenstand und zur Überlieferungslage sowie der Auszeichnungen 180 sichern«.‍[9]
146 von Entitäten im Text meist aus ins Enzyklopädische oder Allgemeine gehenden Erklärungen 181 Mehrheitlich bestehen die Vermittlungsleistungen der Erläuterungen, wenn vorhanden
147 zu Wörtern, Sachen oder Namen aus Lexika und Wörterbüchern (grundlegende Hilfsmittel, 182 und von den digitalen Editor*innen überhaupt angestrebt,‍[10] neben knappen Informationen zum Gegenstand und zur Überlieferungslage sowie
148 die auch jedem / jeder Nutzenden zumeist unmittelbar zur Verfügung gestanden hätten), 183 der Auszeichnungen von Entitäten im Text meist aus ins Enzyklopädische oder
149 knappen Nachweisen von Zitaten oder Verlinkungen auf externe Ressourcen, sodass die 184 Allgemeine gehenden Erklärungen zu Wörtern, Sachen oder Namen aus Lexika und
150 für einen guten Kommentar notwendige zeitliche und räumliche Spezifik, der enge Bezug 185 Wörterbüchern (grundlegende Hilfsmittel, die auch jedem / jeder Nutzenden zumeist
151 zu der zu erläuternden Textstelle und ihrem historischen Kontext, oft nicht mehr gegeben 186 unmittelbar zur Verfügung gestanden hätten), knappen Nachweisen von Zitaten oder
152 ist. Aber hierin liegt doch gerade der Wert eines Sachkommentars: Er sollte alle zum 187 Verlinkungen auf externe Ressourcen, sodass die für einen guten Kommentar notwendige
153 Verständnis des edierten Textes notwendigen sprachlichen, sachlichen, historischen, 188 zeitliche und räumliche Spezifik, der enge Bezug zu der zu erläuternden Textstelle
154 literarischen und biografischen Aufschlüsse liefern, in sprachlich knapper und verständlicher 189 und ihrem historischen Kontext, oft nicht mehr gegeben ist. Aber hierin liegt doch
155 Form. Ästhetisch ansprechende Seiten, die zu ›Festen des Lesens und Forschens‹ werden 190 gerade der Wert eines Sachkommentars: Er sollte alle zum Verständnis des edierten
156 können, sind weiterhin äußerst selten: Der Aspekt des Using (des edierten Materials durch Nutzer*innen) dominiert häufig gegenüber dem des Reading (einer Edition, eines Werks, einer Korrespondenz durch Leser*innen). Leseaffine Ausgaben 191 Textes notwendigen sprachlichen, sachlichen, historischen, literarischen und
157 lassen das freie Entdecken eines Werks oder einer Korrespondenz zu und ermöglichen 192 biografischen Aufschlüsse liefern, in sprachlich knapper und verständlicher Form.
158 Forschenden ein konzentriertes Studium der Inhalte. Die häufig präferierten Einstiege 193 Ästhetisch ansprechende Seiten, die zu ›Festen des Lesens und Forschens‹ werden
159 in die Edition über Suchfunktionalitäten, über Werk- und Adressatenlisten oder über 194 können, sind weiterhin äußerst selten: Der Aspekt des Using
160 eine Zeitachse, nötigen zur bewussten Auswahl und behindern bedauerlicherweise dabei 195 (des edierten Materials durch Nutzer*innen) dominiert häufig gegenüber dem des Reading (einer Edition, eines Werks, einer Korrespondenz durch
161 – anders als in einem gedruckten Buch – das zufällige Entdecken von Unerwartetem und 196 Leser*innen). Leseaffine Ausgaben lassen das freie Entdecken eines Werks oder einer
162 Neuem im gesamten dargebotenen Material.‍[11] 197 Korrespondenz zu und ermöglichen Forschenden ein konzentriertes Studium der Inhalte.
198 Die häufig präferierten Einstiege in die Edition über Suchfunktionalitäten, über
199 Werk- und Adressatenlisten oder über eine Zeitachse, nötigen zur bewussten Auswahl
200 und behindern bedauerlicherweise dabei – anders als in einem gedruckten Buch – das
201 zufällige Entdecken von Unerwartetem und Neuem im gesamten dargebotenen
202 Material.‍[11]
163 [4]Theoretische Beiträge zur digitalen Editorik enthalten so manches Visionäre, aber 203 [4]Theoretische Beiträge zur digitalen Editorik enthalten so manches Visionäre, aber
164 kaum Praktikables. Als Beispiel unter vielen sei an dieser Stelle lediglich an Sahles 204 kaum Praktikables. Als Beispiel unter vielen sei an dieser Stelle lediglich an Sahles
165 dreibändige Publikation Digitale Editionsformen erinnert, wo er im ersten Teil unter der Überschrift »Methode und Technologien« von den »Sachanmerkungen« fordert: 205 dreibändige Publikation Digitale Editionsformen erinnert, wo er im ersten Teil unter der Überschrift »Methode und
206 Technologien« von den »Sachanmerkungen« fordert:
207 »Von der Logik der Erschließung für ein unbekanntes Publikum her
208 kann es niemals zu viele Sacherläuterungen geben. Für eine effiziente Nutzung
209 sollten sie allerdings von Vorwissen und vielleicht auch von der Fragerichtung
210 differenziert sein. Beides wird vom Medium Buchdruck gehemmt: Die Menge der
211 Sachanmerkungen wird durch den verfügbaren Raum beschränkt, eine Aufspaltung in
212 mehrere Ebenen würde die ohnehin komplizierte Benutzung kritischer Editionen
213 weiter behindern.«‍[12]
166 214
167 »Von der Logik der Erschließung für ein unbekanntes Publikum her kann es niemals zu
168 viele Sacherläuterungen geben. Für eine effiziente Nutzung sollten sie allerdings
169 von Vorwissen und vielleicht auch von der Fragerichtung differenziert sein. Beides
170 wird vom Medium Buchdruck gehemmt: Die Menge der Sachanmerkungen wird durch den verfügbaren
171 Raum beschränkt, eine Aufspaltung in mehrere Ebenen würde die ohnehin komplizierte
172 Benutzung kritischer Editionen weiter behindern.«‍[12]
173 Kommentare nach Zielgruppen zu differenzieren, abhängig von den Bedürfnissen der 215 Kommentare nach Zielgruppen zu differenzieren, abhängig von den Bedürfnissen der
174 Nutzer*innen und ihren verschiedenen Erkenntnisinteressen, Erläuterungen also, die 216 Nutzer*innen und ihren verschiedenen Erkenntnisinteressen, Erläuterungen also, die
175 wie ein Chamäleon, das alle denkbaren Farbfacetten enthält und sich an unterschiedlichste 217 wie ein Chamäleon, das alle denkbaren Farbfacetten enthält und sich an
176 Nutzerumgebung anzupassen vermag, ohne einzelne Leser*innen mit ›Fehlfarben‹ und ›Misstönen‹ 218 unterschiedlichste Nutzerumgebung anzupassen vermag, ohne einzelne Leser*innen mit
177 zu unter- oder zu überfordern, sind eine wunderbare Vorstellung, aber leider weit 219 ›Fehlfarben‹ und ›Misstönen‹ zu unter- oder zu überfordern, sind eine wunderbare
178 weg von jeder Umsetzbarkeit: Wer sollte all diese verschiedenen Kommentare schreiben 220 Vorstellung, aber leider weit weg von jeder Umsetzbarkeit: Wer sollte all diese
179 und wie müsste das Projektfördersystem aussehen, das derart vielgestaltige ›Erläuterungslandschaften‹ 221 verschiedenen Kommentare schreiben und wie müsste das Projektfördersystem aussehen,
180 finanzierte? Eine pragmatische Lösung wäre sicherlich ein im Aufbau intuitiv fassliches, 222 das derart vielgestaltige ›Erläuterungslandschaften‹ finanzierte? Eine pragmatische
181 logisch nachvollziehbares Informations- und Interaktionsdesign, das in der Benutzungsoberfläche 223 Lösung wäre sicherlich ein im Aufbau intuitiv fassliches, logisch nachvollziehbares
182 die parallele Betrachtung von ediertem Text (in verschiedenen Ansichten von gegebenenfalls 224 Informations- und Interaktionsdesign, das in der Benutzungsoberfläche die parallele
225 Betrachtung von ediertem Text (in verschiedenen Ansichten von gegebenenfalls
183 unterschiedlichen Textstufen) und der zugehörigen Kommentierung zur Textkritik und 226 unterschiedlichen Textstufen) und der zugehörigen Kommentierung zur Textkritik und
184 zu den Personen und Sachen ermöglicht. Wie in den gedruckten Ausgaben sollte dabei 227 zu
185 aus informationslogischen Gründen strikt zwischen Autortext und Editortext unterschieden werden, und dies, obwohl beide Seiten wie Avers und Revers einer Medaille 228 den Personen und Sachen ermöglicht. Wie in den gedruckten Ausgaben sollte dabei aus
186 unauflöslich miteinander verbunden sind. Editortext ist von jeher mit einer Ausgabe 229 informationslogischen Gründen strikt zwischen Autortext und
187 verbunden, die mehr sein möchte als eine objektive, voraussetzungslose Bereitstellung 230 Editortext unterschieden werden, und dies, obwohl beide
188 von historischem Material zu Forschungszwecken. Edition und Erläuterung sind zwangsläufig 231 Seiten wie Avers und Revers einer Medaille unauflöslich miteinander verbunden sind.
189 eng aufeinander bezogen, denn auch textkritische Entscheidungen sind ohne die Auseinandersetzung 232 Editortext ist von jeher mit einer Ausgabe verbunden, die mehr sein möchte als eine
190 mit Gehalt, Entstehungs- und Publikationsgeschichte eines zu edierenden Textes in 233 objektive, voraussetzungslose Bereitstellung von historischem Material zu
191 vielen Fällen nicht möglich, chronologische Folgen ohne sachlich begründbare Datierungen 234 Forschungszwecken. Edition und Erläuterung sind zwangsläufig eng aufeinander bezogen,
192 oder Autorschaftszuweisungen kaum denkbar, tieferes Verständnis ohne Rückbezüge auf 235 denn auch textkritische Entscheidungen sind ohne die Auseinandersetzung mit Gehalt,
193 die jeweiligen historischen Kontexte nicht zu erreichen. Die Auszeichnung von Entitäten 236 Entstehungs- und Publikationsgeschichte eines zu edierenden Textes in vielen Fällen
194 im edierten Text und das Einfügen von kuratierten Hyperlinks sind allenfalls rudimentäre, 237 nicht möglich, chronologische Folgen ohne sachlich begründbare Datierungen oder
195 wenig spezifische Arten der Erläuterung durch eine*n Editor*in. Die Ausgabe des Austrian 238 Autorschaftszuweisungen kaum denkbar, tieferes Verständnis ohne Rückbezüge auf die
196 Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage der Österreichischen Akademie 239 jeweiligen historischen Kontexte nicht zu erreichen. Die Auszeichnung von Entitäten
197 der Wissenschaften Arthur Schnitzler. Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren 1888–1931‍[13] liefert eher Vorarbeiten zu einem Register, wenn erwähnte Personen aufgelistet werden, 240 im edierten Text und das Einfügen von kuratierten Links auf externe digitale
198 und bietet die Bequemlichkeit der Nutzenden fördernde Informationen, die diese mit 241 Ressourcen sind legitime, wenn auch wenig spezifische Arten der Erläuterung durch
199 hoher Wahrscheinlichkeit auch selbst gefunden hätten. Viele Fragen, die sich den Leser*innen 242 eine*n Editor*in. Die Ausgabe des Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural
200 bei der Lektüre stellen, werden nicht als solche erkannt und deshalb auch nicht in 243 Heritage der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Arthur Schnitzler. Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren
201 den Erläuterungen beantwortet. Zur Illustration sei hier auf den Brief von Arthur 244 1888–1931‍[13] liefert ein umfangreiches Register. Im Brief von Arthur
202 Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal vom 7. Januar 1893 verwiesen. 245 Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal vom 7. Januar 1893 beispielsweise wird die Frage,
246 ob der Adressat mit einer Besprechung von einem seiner Werke in der Wiener Sonntag- und Montagszeitung zufrieden gewesen
247 sei, mit einem Link auf eine Registerseite beantwortet, von der aus man zu
248 ANNO. Historische österreichische Zeitungen und
249 Zeitschriften gelangt. Das Wort »zufrieden« ist mit einer
250 eigenen Registerseite verlinkt, die wiederum einen Link auf das online verfügbare Digitalisat der insinuierten Besprechung von
251 Robert Hirschfeld enthält.‍[14]
203 252
204 253
205 Abb. 2: Ansicht des Briefes von Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 7. Januar 1893. [Aus: 254 Abb. 2: Ansicht des Briefes von Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal,
206 Müller et al. (Hg.) 2018; Screenshot: Anja Stehfest 2024] 255 7. Januar 1893. [Aus: Müller et al. (Hg.) 2018;
256 Screenshot: Anja Stehfest 2024]
207 257
208 [5]Die darin thematisierte Frage, ob der Adressat mit einer Besprechung von einem seiner 258 [5]Die Lemmata »Pfob« und »Griensteidl« führen zu verlinkten Karten, die Auskunft über die geografische Lage der historischen Cafés im
209 Werke in der Wiener Sonntag- und Montagszeitung zufrieden gewesen sei, ist über einen Hyperlink mit einer vollständigen Jahresauswahl der Zeitschrift in ANNO. Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften verbunden. In einer Fußnote wird unter dem Lemma »zufrieden« auf die entsprechende Besprechung von Robert Hirschfeld in der Druckausgabe der historischen 259 heutigen Wien geben, und zu verknüpften Datensätzen aus anderen Editionen und
210 Zeitschrift hingewiesen,‍[14] die von den Nutzenden nun eigenständig zu suchen ist, weil ein direktes Referenzieren 260 enzyklopädischen Nachschlagewerken.
211 auf den Beitrag in der digitalen Ressource in der hierfür notwendigen Feingranularität 261
212 nicht möglich ist. Ebenso verhält es sich mit dem durch die Verwendung von Kapitälchen 262 3. ›Digitales Nutzen‹ vs. ›Intensives Studieren‹: Einige Seitenblicke auf
213 (als diakritischer Markierung für Georeferenzierungen) hervorgehobenen Lokalitäten 263 Ergebnisse der empirischen Leseforschung
214 »Pfob« und »Griensteidl«: Die Hyperlinks führen jeweils zu aktuellen Karten, die Auskunft über die geografische Lage der historischen
215 Cafés im heutigen Wien geben. Man erfährt damit weder, ob der Verfasser des Briefes
216 tatsächlich am Dienstag an diesem Ort bzw. am Sonntagmorgen um 7 Uhr an jenem Ort
217 war, noch welche besondere Bedeutung diese Örtlichkeiten im Leben beider Korrespondenten
218 oder der damaligen Wiener Kulturschaffenden gespielt hatten. In problematischer Weise
219 vermischen sich in dieser Edition überdies konstituierter Brieftext und Editortext
220 zu einem semantisch kontaminierten Gesamttext, was die Validität des edierten Textes
221 infragestellt (die beiden Namen der Kaffeehäuser sind im Brieftext nicht vom Schreibenden
222 hervorgehoben worden, was die Verwendung von Kapitälchen nahelegen könnte) und dessen
223 vorlagengetreue Zitierbarkeit in weiterführenden Arbeiten erschwert.
224 3. ›Digitales Nutzen‹ vs. ›Intensives Studieren‹: Einige Seitenblicke auf Ergebnisse
225 der empirischen Leseforschung
226 [6]Viele digitale Editionen lehnen sich, wie oben schon dargelegt, in der Gestaltung 264 [6]Viele digitale Editionen lehnen sich, wie oben schon dargelegt, in der Gestaltung
227 ihrer Benutzungsoberflächen nach wie vor eng an die Konventionen des gedruckten Buches 265 ihrer Benutzungsoberflächen nach wie vor eng an die Konventionen des gedruckten
228 an. Damit wird implizit angenommen, dass Betrachtung und Rezeption beider medialer 266 Buches an. Damit wird implizit angenommen, dass Betrachtung und Rezeption beider
229 Vermittlungsformen ähnlich verlaufen. Vor dem Hintergrund empirischer Untersuchungen 267 medialer Vermittlungsformen ähnlich verlaufen. Vor dem Hintergrund empirischer
230 zum Lesen ist diese Prämisse kritisch zu betrachten.‍[15] Studien, welche die medienabhängige Lesegeschwindigkeit und das dabei erreichte Textverständnis 268 Untersuchungen zum Lesen ist diese Prämisse kritisch zu betrachten.‍[15]
231 in den Blick nehmen, gibt es seit den 1990er Jahren. Sie basieren in der Regel auf 269 Studien, welche die medienabhängige Lesegeschwindigkeit und das dabei erreichte
232 Messungen der Blickbewegungen (Eye Movements) und damit der Geschwindigkeit der Textverarbeitung.‍[16] Betrachtet werden Fixationen (Verweildauer der Augen auf einem Wort) und Sakkaden (sprunghafte Augenbewegungen entlang der Wortfolge). Dabei zeigt sich, dass die Aufnahme 270 Textverständnis in den Blick nehmen, gibt es seit den 1990er Jahren. Sie basieren
233 einer Zeichenkette aus Wörtern nicht linear erfolgt.‍[17] Die eigentliche Informationsaufnahme bzw. das Verstehen der Inhalte geschieht während 271 in
234 der Fixationen. Mit zunehmender sprachlicher Komplexität eines Textes steigt zum einen 272 der Regel auf Messungen der Blickbewegungen (Eye Movements)
235 die Fixationsdauer, also die Verweildauer des Blicks auf einem Wort, sowie die Anzahl 273 und damit der Geschwindigkeit der Textverarbeitung.‍[16] Betrachtet werden Fixationen
236 der Rücksprünge, der sogenannten regressiven Sakkaden. Ältere Studien, die das Lesen 274 (Verweildauer der Augen auf einem Wort) und Sakkaden
237 am Bildschirm im westlichen Kulturraum untersuchten, bezogen häufig die subjektive 275 (sprunghafte Augenbewegungen entlang der Wortfolge). Dabei zeigt sich, dass die
276 Aufnahme einer Zeichenkette aus Wörtern nicht linear erfolgt.‍[17] Die eigentliche
277 Informationsaufnahme bzw. das Verstehen der Inhalte geschieht während der Fixationen.
278 Mit zunehmender sprachlicher Komplexität eines Textes steigt zum einen die
279 Fixationsdauer, also die Verweildauer des Blicks auf einem Wort, sowie die Anzahl
280 der
281 Rücksprünge, der sogenannten regressiven Sakkaden. Ältere Studien, die das Lesen am
282 Bildschirm im westlichen Kulturraum untersuchten, bezogen häufig die subjektive
238 Empfindung der Lesenden mit ein und kamen dabei zu dem Ergebnis, dass die Lektüre 283 Empfindung der Lesenden mit ein und kamen dabei zu dem Ergebnis, dass die Lektüre
239 weniger genau, langsamer oder ermüdender sei. Neuere Studien zeichnen ein differenzierteres, 284 weniger genau, langsamer oder ermüdender sei. Neuere Studien zeichnen ein
240 bisweilen in sich widersprüchliches Bild, was exemplarisch an zwei Studien gezeigt 285 differenzierteres, bisweilen in sich widersprüchliches Bild, was exemplarisch an zwei
241 werden soll. Dabei liegt die Konzentration besonders auf der Lesegeschwindigkeit. 286 Studien gezeigt werden soll. Dabei liegt die Konzentration besonders auf der
242 So ergab eine Studie aus dem Jahr 2021, die mit 31 Proband*innen im Alter zwischen 287 Lesegeschwindigkeit. So ergab eine Studie aus dem Jahr 2021, die mit 31 Proband*innen
243 zwanzig und vierzig Jahren durchgeführt wurde, dass ein Text auf dem iPad signifikant 288 im Alter zwischen zwanzig und vierzig Jahren durchgeführt wurde, dass ein Text auf
244 langsamer gelesen wird als ein gedruckter Text desselben sprachlichen Komplexitätsgrades.‍[18] In einer älteren Studie von Kretzschmar und Schlesewsky von 2014‍[19], die ebenfalls auf Messungen der Blickbewegung basierte und in der das Alter der 289 dem iPad signifikant langsamer gelesen wird als ein gedruckter Text desselben
245 Testpersonen berücksichtigt wurde, zeigte sich, dass bei jüngeren Erwachsenen bei 290 sprachlichen Komplexitätsgrades.‍[18] In einer
246 unterschiedlichen Medien kaum Unterschiede in der Lesegeschwindigkeit bestanden, anders 291 älteren Studie von Kretzschmar und Schlesewsky von 2014‍[19], die ebenfalls auf Messungen der
247 bei älteren Studienteilnehmer*innen. Sie lasen auf dem Tablet signifikant schneller 292 Blickbewegung basierte und in der das Alter der Testpersonen berücksichtigt wurde,
248 als auf einer Buchseite, was mit der Hintergrundbeleuchtung und dem dadurch höheren 293 zeigte sich, dass bei jüngeren Erwachsenen bei unterschiedlichen Medien kaum
249 Kontrast zusammenhing. Das subjektive Empfinden jedoch war in beiden Gruppen gleich: 294 Unterschiede in der Lesegeschwindigkeit bestanden, anders bei älteren
250 Sowohl die älteren als auch die jüngeren Leser*innen bevorzugten die Lektüre der gedruckten 295 Studienteilnehmer*innen. Sie lasen auf dem Tablet signifikant schneller als auf einer
251 Texte.‍[20] Damit sind einige Parameter benannt, die für die Rezeption digitaler Editionen von 296 Buchseite, was mit der Hintergrundbeleuchtung und dem dadurch höheren Kontrast
252 Bedeutung sind. Hinzu kommen unterschiedliche Lesemodi: Das gedruckte Buch lädt eher 297 zusammenhing. Das subjektive Empfinden jedoch war in beiden Gruppen gleich: Sowohl
253 zum langsamen, aufmerksamen Studieren (Scholarly Reading), zum fokussierten Lesen und Verstehen komplexer Textinhalte ein. Digitale Texte 298 die älteren als auch die jüngeren Leser*innen bevorzugten die Lektüre der gedruckten
254 werden normalerweise häufiger selektiv gelesen, die Inhalte dabei rasch überflogen, 299 Texte.‍[20] Damit sind einige Parameter benannt, die für die
255 um relevante Informationen herauszufiltern.‍[21] Die Begriffe Skimming, ein schnelles Überfliegen des Textes, durch das erste Eindrücke von dessen Inhalten 300 Rezeption digitaler Editionen von Bedeutung sind. Hinzu kommen unterschiedliche
256 gesammelt werden, und Scanning, ein gezieltes Erfassen von gesuchten Informationen, sind hier zentral. Studien aus 301 Lesemodi: Das gedruckte Buch lädt eher zum langsamen, aufmerksamen Studieren (Scholarly Reading), zum fokussierten Lesen und Verstehen
257 der Neurobiologie haben weiterhin gezeigt, dass beim Lesen von haptisch erlebbaren 302 komplexer Textinhalte ein. Digitale Texte werden normalerweise häufiger selektiv
258 Büchern im Gehirn zusätzlich Areale angesprochen werden, die für das räumliche Denken 303 gelesen, die Inhalte dabei rasch überflogen, um relevante Informationen
259 zuständig sind, weshalb sich Menschen in einem Buch leichter orientieren können, ganz 304 herauszufiltern.‍[21] Die Begriffe Skimming, ein
260 unabhängig davon, ob die Umstände der Rezeption, etwa Zeit und Ruhe, Aufmerksamkeit 305 schnelles Überfliegen des Textes, durch das erste Eindrücke von dessen Inhalten
261 und Konzentration befördern. 306 gesammelt werden, und Scanning, ein gezieltes Erfassen von
262 [7]Der Anspruch, alle wesentlichen Faktoren der Leseforschung im vorhergehenden Abschnitt 307 gesuchten Informationen, sind hier zentral. Studien aus der Neurobiologie haben
263 erfasst und in systematischer Weise vorgetragen zu haben, kann angesichts der Größe 308 weiterhin gezeigt, dass beim Lesen von haptisch erlebbaren Büchern im Gehirn
264 dieser Forschungsfelder und der Intensität, mit der die derzeit relevanten Fragestellungen 309 zusätzlich Areale angesprochen werden, die für das räumliche Denken zuständig sind,
265 in der Neurobiologie, Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie sowie Linguistik behandelt 310 weshalb sich Menschen in einem Buch leichter orientieren können, ganz unabhängig
266 werden, nicht erhoben werden. Mehr als dafür zu plädieren, diese Forschungsergebnisse 311 davon, ob die Umstände der Rezeption, etwa Zeit und Ruhe, Aufmerksamkeit und
267 neben aktuellen Erfahrungen aus dem aktuellen Webdesign stärker als bisher in die 312 Konzentration befördern.
268 Konzeption von digitalen Editionen und in die Planung der Arbeitsumgebungen und Benutzungsoberflächen 313 [7]Der Anspruch, alle wesentlichen Faktoren der Leseforschung im vorhergehenden
269 einzubeziehen, ist an dieser Stelle nicht möglich. Auch die grundsätzliche Frage, 314 Abschnitt erfasst und in systematischer Weise vorgetragen zu haben, kann angesichts
270 ob Kommentare für das digitale Medium anders zu schreiben sind, kann hier weder theoretisch 315 der Größe dieser Forschungsfelder und der Intensität, mit der die derzeit relevanten
271 reflektiert noch unter Hinweis auf eine zu etablierende Best Practice abschließend 316 Fragestellungen in der Neurobiologie, Wahrnehmungs- und Kognitionspsychologie sowie
272 beantwortet werden. Im Folgenden sollen lediglich einige Anregungen entfaltet werden, 317 Linguistik behandelt werden, nicht erhoben werden. Mehr als dafür zu plädieren, diese
273 wie die Benutzungsoberfläche von historisch-kritischen und kritischen digitalen Ausgaben 318 Forschungsergebnisse neben aktuellen Erfahrungen aus dem aktuellen Webdesign stärker
274 mit ausführlicher Kommentierung aussehen sollte, damit diese unter den heute gegebenen 319 als bisher in die Konzeption von digitalen Editionen und in die Planung der
275 Bedingungen von derzeit aktiven Nutzer*innen und Leser*innen optimal rezipiert werden 320 Arbeitsumgebungen und Benutzungsoberflächen einzubeziehen, ist an dieser Stelle nicht
276 kann. 321 möglich. Auch die grundsätzliche Frage, ob Kommentare für das digitale Medium anders
322 zu schreiben sind, kann hier weder theoretisch reflektiert noch unter Hinweis auf
323 eine zu etablierende Best Practice abschließend beantwortet werden. Im Folgenden
324 sollen lediglich einige Anregungen entfaltet werden, wie die Benutzungsoberfläche
325 von
326 historisch-kritischen und kritischen digitalen Ausgaben mit ausführlicher
327 Kommentierung aussehen sollte, damit diese unter den heute gegebenen Bedingungen von
328 derzeit aktiven Nutzer*innen und Leser*innen optimal rezipiert werden kann.
277 4. Quo vadis Sacherläuterung: Überlegungen zur Konzeption der Benutzungsoberfläche 329 4. Quo vadis Sacherläuterung: Überlegungen zur Konzeption der Benutzungsoberfläche
279 [8]Die grafische Gestaltung von Text- und Bildelementen auf Benutzungsoberflächen kann 331 [8]Die grafische Gestaltung von Text- und Bildelementen auf Benutzungsoberflächen kann
280 – ganz praktisch – das selektive oder selektierende Lesen, das intensive Studieren 332
281 und Forschen wesentlich befördern oder behindern. Deshalb sollten Fragen der Präsentation 333 ganz praktisch – das selektive oder selektierende Lesen, das intensive Studieren und
282 von Forschungsergebnissen in digitalen Editionen immer als Teil der Publikationsstrategie 334 Forschen wesentlich befördern oder behindern. Deshalb sollten Fragen der Präsentation
283 begriffen und in der Projektplanung und -finanzierung von Beginn an mitbedacht werden. 335 von Forschungsergebnissen in digitalen Editionen immer als Teil der
284 Augenfällig soll die Relevanz diese Frage zunächst am Beispiel der Hervorhebung von 336 Publikationsstrategie begriffen und in der Projektplanung und -finanzierung von
285 Entitäten illustriert werden: Im Falle von Ludwig von Ficker. Kommentierte Online-Edition‍[22], hier im Brief von Carl Dallago an den österreichischen Schriftsteller und Verleger 337 Beginn an mitbedacht werden. Augenfällig soll die Relevanz diese Frage zunächst am
338 Beispiel der Hervorhebung von Entitäten illustriert werden: Im Falle von Ludwig von Ficker. Kommentierte Online-Edition‍[22],
339 hier im Brief von Carl Dallago an den österreichischen Schriftsteller und Verleger
286 Ludwig von Ficker vom 17. Januar 1920, ziehen rot unterlegte Verweise auf Personen, 340 Ludwig von Ficker vom 17. Januar 1920, ziehen rot unterlegte Verweise auf Personen,
287 wenn farblich auch überaus dezent realisiert, und violett unterlegte Verweise auf 341 wenn farblich auch überaus dezent realisiert, und violett unterlegte Verweise auf
288 Orte neben den grün unterlegten Hinweisen auf Erläuterungen die Aufmerksamkeit unweigerlich 342 Orte neben den grün unterlegten Hinweisen auf Erläuterungen die Aufmerksamkeit
289 auf sich und stören meines Erachtens dabei das konzentrierte Aufnehmen des eigentlichen 343 unweigerlich auf sich und stören meines Erachtens dabei das konzentrierte Aufnehmen
290 Brieftextes, seines Inhalts und seiner sprachlichen Form. 344 des eigentlichen Brieftextes, seines Inhalts und seiner sprachlichen Form.
291 345
292 346
293 Abb. 3: Ansicht des Briefes von Carl Dallago an Ludwig von Ficker, 17. Januar 1920. [Aus: Ender et al. (Hg.) 2020; Screenshot: Anja Stehfest 2024] 347 Abb. 3: Ansicht des Briefes von Carl Dallago an Ludwig von Ficker, 17. Januar
348 1920. [Aus: Ender
349 et al. (Hg.) 2020; Screenshot: Anja Stehfest 2024]
294 350
295 [9]In überproportional deutlicher Weise lenken sie die Aufmerksamkeit auf sekundäre Metainformationen 351 [9]In überproportional deutlicher Weise lenken sie die Aufmerksamkeit auf sekundäre
296 (vergleichbar mit einem Register), die für das Verstehen und inhaltlich-thematische 352 Metainformationen (vergleichbar mit einem Register), die für das Verstehen und
297 Erfassen des eigentlichen Briefinhalts nicht notwendig sind. Die Nutzer*innen und 353 inhaltlich-thematische Erfassen des eigentlichen Briefinhalts nicht notwendig sind.
298 Leser*innen sind es nach wie vor gewohnt, Hervorhebung als Ausweis von Bedeutsamkeit 354 Die Nutzer*innen und Leser*innen sind es nach wie vor gewohnt, Hervorhebung als
299 zu interpretieren, als Marker für wichtige Informationen in einem Text, so dass beim 355 Ausweis von Bedeutsamkeit zu interpretieren, als Marker für wichtige Informationen
300 Überfliegen der Zeilen Markierungen zwangsläufig zunächst als zentrale Inhalte betrachtet 356 in
301 werden. Grafismen bestimmen die Gestaltung des Frontend von Der Sturm. Digitale Quellenedition zur Geschichte der internationalen Avantgarde‍[23]. Unruhig wirkt die Darbietung der schwarz gesetzten edierten Texte – hier ein Beispiel 357 einem Text, so dass beim Überfliegen der Zeilen Markierungen zwangsläufig zunächst
302 aus den Briefen aus dem Zeitraum von 1914 bis 1922, die Nachricht von Guillaume Apollinaire 358 als zentrale Inhalte betrachtet werden. Grafismen bestimmen die Gestaltung des
303 an Herwarth Walden vom 18. Mai 1914 – durch die Verwendung unterschiedlicher Schriften, 359 Frontend von Der Sturm. Digitale Quellenedition zur Geschichte der
304 Schriftgrößen, Schriftauszeichnung, durch den Einsatz von unterschiedlichen Farben 360 internationalen Avantgarde‍[23]. Unruhig wirkt die Darbietung der schwarz gesetzten edierten Texte – hier ein
305 und Symbolen (siehe Abbildung 4). Etablierte Regeln der Textgestaltung, wie sie sich über Jahrhunderte im Buchdruck 361 Beispiel aus den Briefen aus dem Zeitraum von 1914 bis 1922, die Nachricht von
306 bewährt haben, wurden, ob bewusst oder unbewusst, nicht beachtet.‍[24] Hinzu kommen intuitiv nur schwer zu erfassende Semantiken von Auszeichnungen: Namen 362 Guillaume Apollinaire an Herwarth Walden vom 18. Mai 1914 – durch die Verwendung
307 sind (als Hinweise auf Hyperlinks) rot und recte gesetzt (bisweilen zusätzlich noch unterstrichen), Werktitel ebenfalls rot (entweder 363 unterschiedlicher Schriften, Schriftgrößen, Schriftauszeichnung, durch den Einsatz
308 recte oder kursiv, einmal unterstrichen, einmal nicht). Hinweise auf einen Scan der 364 von unterschiedlichen Farben und Symbolen (siehe Abbildung 4). Etablierte Regeln der
309 zugehörigen Textseite (»[Digitalisat]« in roter Schrift) oder weiterführende Informationen (mit aufsteigendem Pfeil, einem 365 Textgestaltung, wie sie sich über Jahrhunderte im Buchdruck bewährt haben, wurden,
310 »(i)« und farbig, also gleich dreifach und damit redundant, ausgezeichnet) bremsen und 366 ob
311 stören die Blickbewegungen ebenso massiv wie die direkt in den edierten Text inline 367 bewusst oder unbewusst, nicht beachtet.‍[24] Hinzu kommen intuitiv nur schwer zu erfassende Semantiken von
312 eingefügten textgenetischen Varianten oder die hochgestellten Ziffern, die auf die 368 Auszeichnungen: Namen sind (als Hinweise auf Hyperlinks) rot und recte gesetzt (bisweilen zusätzlich noch unterstrichen), Werktitel
313 in den Fußnoten wiedergegebenen Erläuterungen verweisen. 369 ebenfalls rot (entweder recte oder kursiv, einmal unterstrichen, einmal nicht).
314 [10]In der digitalen Ausgabe Johann Wolfgang von Goethe – Briefwechsel mit Friedrich Wilhelm Riemer‍[25] hingegen sind die im edierten Text erwähnten Entitäten im XML-TEI-Dokument zwar inline 370 Hinweise auf einen Scan der zugehörigen Textseite (»[Digitalisat]« in
315 kodiert; in der farblich zurückhaltenden und damit verhältnismäßig reizarmen Darstellung 371 roter Schrift) oder weiterführende Informationen (mit aufsteigendem Pfeil, einem »(i)« und farbig, also gleich dreifach und damit redundant,
316 werden Personen und Werke jedoch separat, als alphabetisch sortierte Listen dargeboten 372 ausgezeichnet) bremsen und stören die Blickbewegungen ebenso massiv wie die direkt
317 (siehe Abbildung 7), verlinkt mit der Forschungsdatenbank so:fie‍[26] der Klassik Stiftung Weimar. 373 in
374 den edierten Text inline eingefügten textgenetischen Varianten oder die
375 hochgestellten Ziffern, die auf die in den Fußnoten wiedergegebenen Erläuterungen
376 verweisen.
377 [10]In der digitalen Ausgabe Johann Wolfgang von Goethe – Briefwechsel mit Friedrich Wilhelm
378 Riemer‍[25] hingegen sind die im edierten Text erwähnten Entitäten
379 im XML-TEI-Dokument zwar inline kodiert; in der farblich zurückhaltenden und damit
380 verhältnismäßig reizarmen Darstellung werden Personen und Werke jedoch separat, als
381 alphabetisch sortierte Listen dargeboten (siehe Abbildung 7), verlinkt mit der Forschungsdatenbank so:fie‍[26] der Klassik Stiftung
382 Weimar.
318 383
319 384
320 Abb. 4: Ansicht der Postkarte von Guillaume Apollinaire an Herwarth Walden, 18. Mai 1914. [Aus: Trautmann / Schrade (Hg.) 2019; Screenshot: Anja Stehfest 2024] 385 Abb. 4: Ansicht der Postkarte von Guillaume Apollinaire an Herwarth Walden,
386 18. Mai 1914. [Aus: Trautmann / Schrade (Hg.)
387 2019; Screenshot: Anja Stehfest 2024]
321 388
322 [11]Betrachtet man die heute vorliegenden kommentierten Editionen – interessanterweise 389 [11]Betrachtet man die heute vorliegenden kommentierten Editionen – interessanterweise
323 gibt es bislang deutlich mehr nativ-digitale Editionen von Korrespondenzen als von 390 gibt es bislang deutlich mehr nativ-digitale Editionen von Korrespondenzen als von
324 Einzel- oder Gesamtwerken – werden Sacherläuterungen wie in der Ansicht mit Lesefassung 391 Einzel- oder Gesamtwerken – werden Sacherläuterungen wie in der Ansicht mit
325 der Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800‍[27] meist als kritische Annotationen in Fußnoten dargeboten (siehe Abbildung 5). Pop-Up-Boxen als Marginalien, rechts neben dem Lesetext, wie in Aloys Hirt: Briefwechsel und Amtliche Schriften‍[28] ermöglichen die parallele Lektüre der farbig hinterlegten Textstelle und der zugehörigen 392 Lesefassung der Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800‍[27] meist als kritische Annotationen in Fußnoten
326 Einzelerläuterung (siehe Abbildung 6). Ähnlich verfahren auch edition humboldt digital‍[29] sowie MEGAdigital.‍[30] In der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe (WeGA)‍[31] ist dies nicht möglich; hier legt sich die Box mit der Sacherläuterung über die mit 393 dargeboten (siehe Abbildung
327 einem Asterisk markierte Textstelle, was bei kurzen Annotationen kein Problem ist. 394 5). Pop-Up-Boxen als Marginalien, rechts neben dem Lesetext, wie in Aloys Hirt: Briefwechsel und Amtliche Schriften‍[28] ermöglichen die parallele Lektüre der
328 Signifikant und für traditionelle Editionsphilolog*innen überraschend sind die in 395 farbig hinterlegten Textstelle und der zugehörigen Einzelerläuterung (siehe Abbildung 6). Ähnlich
329 aller Regel nicht durch interne Links miteinander vernetzten Einzelstellenerläuterungen. 396 verfahren auch edition humboldt digital‍[29] sowie MEGAdigital.‍[30] In der Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe (WeGA)‍[31] ist dies nicht möglich; hier legt sich die Box mit der
330 Dies gilt sowohl für diejenigen Erläuterungen, die sich auf den edierten Text beziehen, 397 Sacherläuterung über die mit einem Asterisk markierte Textstelle, was bei kurzen
331 als auch für diejenigen Erläuterungen, die Bezüge zu anderen Texten der Edition oder 398 Annotationen kein Problem ist. Signifikant und für traditionelle
332 zu anderen Sacherläuterungen aufweisen. Folge dieser eindimensionalen Kommentierungspraxis 399 Editionsphilolog*innen überraschend sind die in aller Regel nicht durch interne Links
333 sind redundante Wiederholungen von Informationen an mehreren Stellen. Kein Gebrauch 400 miteinander vernetzten Einzelstellenerläuterungen. Dies gilt sowohl für diejenigen
334 wird häufig auch von der seit Langem eingeführten Möglichkeit gemacht, von Einzelstellenerläuterungen 401 Erläuterungen, die sich auf den edierten Text beziehen, als auch für diejenigen
335 auf Überblickskommentare zu verweisen und umgekehrt, also auf Stellen, an denen zentrale 402 Erläuterungen, die Bezüge zu anderen Texten der Edition oder zu anderen
336 Informationen gebündelt abgelegt werden können, auf die textkritischen Apparate oder 403 Sacherläuterungen aufweisen. Folge dieser eindimensionalen Kommentierungspraxis sind
337 auf Paratexte einer Ausgabe. Dabei bringt sich der Kommentar um die Möglichkeit, das 404 redundante Wiederholungen von Informationen an mehreren Stellen. Kein Gebrauch wird
338 zu edierende Material in all seiner Komplexität und in größeren Zusammenhängen zu 405 häufig auch von der seit Langem eingeführten Möglichkeit gemacht, von
339 erläutern, erst auf den zweiten Blick erkennbare Zusammenhänge aufzuzeigen und Kontinuitäten 406 Einzelstellenerläuterungen auf Überblickskommentare zu verweisen und umgekehrt, also
340 bzw. Diskontinuitäten festzuhalten, die Editor*innen in ihrer eingehenden, bei historisch-kritischen 407 auf Stellen, an denen zentrale Informationen gebündelt abgelegt werden können, auf
341 Editionen oft über Jahrzehnte verfolgten wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem 408 die textkritischen Apparate oder auf Paratexte einer Ausgabe. Dabei bringt sich der
342 Gegenstand gesammelt haben. Diese Informationen sind meist von besonders hohem Wert. 409 Kommentar um die Möglichkeit, das zu edierende Material in all seiner Komplexität
343 Dabei sollte sich Nutzende und Leser*innen nicht in einem ›Dschungel‹ von Verweisangeboten 410 und
344 verlieren oder, von mehreren Hyperlinks ›verführt‹, sich nicht mehr orientieren können, 411 in größeren Zusammenhängen zu erläutern, erst auf den zweiten Blick erkennbare
345 wo man sich gerade befindet. Sind die zur Qualifizierung verwendeten diakritischen 412 Zusammenhänge aufzuzeigen und Kontinuitäten bzw. Diskontinuitäten festzuhalten, die
346 Zeichen sprechend angelegt, können sich Nutzende wirklich entscheiden, ob sich für 413 Editor*innen in ihrer eingehenden, bei historisch-kritischen Editionen oft über
347 sie der ›Sprung‹ zur Erläuterung oder dem angebotenen Verweis lohnt. Die Franz & Franziska Jägerstätter Edition‍[32] praktiziert dies bereits, in dem sie Kommentare durch Icons kennzeichnet, die durch 414 Jahrzehnte verfolgten wissenschaftlichen Beschäftigung mit dem Gegenstand gesammelt
348 Überstreichen mit dem Cursor Auskunft darüber geben, ob sich dahinter eine sprachliche 415 haben. Diese Informationen sind meist von besonders hohem Wert. Dabei sollte sich
349 Erläuterung, ein Sammlungshinweis, eine biografische Notiz, ein Verweis oder eine 416 Nutzende und Leser*innen nicht in einem ›Dschungel‹ von Verweisangeboten verlieren
350 Erläuterung befindet. Die Präsentation von Einzelstellenerläuterungen in Pop-Up-Boxen, 417 oder, von mehreren Hyperlinks ›verführt‹, sich nicht mehr orientieren können, wo man
351 die erst geschlossen werden müssen, bevor die nächste geöffnet werden kann, verhindert 418 sich gerade befindet. Sind die zur Qualifizierung verwendeten diakritischen Zeichen
352 hingegen, dass sämtliche Sacherläuterungen zu einem Zeugnis, einer Sammlung oder einem 419 sprechend angelegt, können sich Nutzende wirklich entscheiden, ob sich für sie der
353 Werk im Zusammenhang, fortlaufend rezipiert werden können. Lesefreundlicher sind deshalb 420 ›Sprung‹ zur Erläuterung oder dem angebotenen Verweis lohnt. Die Franz & Franziska Jägerstätter Edition‍[32] praktiziert dies
354 die fortlaufende Präsentation von ediertem Text und Kommentar in getrennten Bereichen, 421 bereits, in dem sie Kommentare durch Icons kennzeichnet, die durch Überstreichen mit
355 zum Beispiel in verschiedenen Unterseiten oder Spalten wie in der im Frühjahr 2024 422 dem Cursor Auskunft darüber geben, ob sich dahinter eine sprachliche Erläuterung,
356 erschienenen Ausgabe C. F. Meyer: Digitale Briefedition (dMBW)‍[33], in der Maßstäbe setzenden Edition Arthur Schnitzler digital (ASd)‍[34] oder der kommentierten historisch-kritischen Korrespondenzausgabe Johann Wolfgang Goethe. Briefwechsel mit Friedrich Wilhelm Riemer‍[35] (siehe Abbildung 7). Dies erlaubt Nutzenden und Leser*innen neben einer punktuell-vereinzelten auch 423 ein
357 die fortlaufende Rezeption des Sachkommentars, Editor*innen die informationslogisch 424 Sammlungshinweis, eine biografische Notiz, ein Verweis oder eine Erläuterung
425 befindet. Die Präsentation von Einzelstellenerläuterungen in Pop-Up-Boxen, die erst
426 geschlossen werden müssen, bevor die nächste geöffnet werden kann, verhindert
427 hingegen, dass sämtliche Sacherläuterungen zu einem Zeugnis, einer Sammlung oder
428 einem Werk im Zusammenhang, fortlaufend rezipiert werden können. Lesefreundlicher
429 sind deshalb die fortlaufende Präsentation von ediertem Text und Kommentar in
430 getrennten Bereichen, zum Beispiel in verschiedenen Unterseiten oder Spalten wie in
431 der im Frühjahr 2024 erschienenen Ausgabe C. F. Meyer: Digitale Briefedition (dMBW)‍[33], in der
432 Maßstäbe setzenden Edition Arthur Schnitzler digital (ASd)‍[34] oder der kommentierten historisch-kritischen
433 Korrespondenzausgabe Johann Wolfgang Goethe. Briefwechsel mit Friedrich Wilhelm
434 Riemer‍[35]
435 (siehe Abbildung 7). Dies
436 erlaubt Nutzenden und Leser*innen neben einer punktuell-vereinzelten auch die
437 fortlaufende Rezeption des Sachkommentars, Editor*innen die informationslogisch
358 geschickte Verteilung relevanter Informationen auf mehrere Einzelstellenerläuterungen 438 geschickte Verteilung relevanter Informationen auf mehrere Einzelstellenerläuterungen
361 441
362 Abb. 5: Ansicht des Briefes von August Boeckh an Karl August Varnhagen von Ense, 7. Juni 1836. [Aus: 442 Abb. 5: Ansicht des Briefes von August Boeckh an Karl August Varnhagen von
363 Baillot (Hg.) 2017; Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024] 443 Ense, 7. Juni 1836. [Aus: Baillot (Hg.) 2017; Screenshot /
444 grafische Annotation: Anja Stehfest 2024]
364 445
366 447
367 Abb. 6: Ansicht des Briefes von Aloys Hirt an Goethe, 4. April 1789. [Aus: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hg.) 2021; Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024] 448 Abb. 6: Ansicht des Briefes von Aloys Hirt an Goethe, 4. April 1789. [Aus:
449 Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hg.) 2021;
450 Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024]
368 451
370 453
371 Abb. 7: Ansicht der Erläuterungen zu Goethes Brief an Friedrich Wilhelm Riemer, 7. April 1804. [Aus: 454 Abb. 7: Ansicht der Erläuterungen zu Goethes Brief an Friedrich Wilhelm
372 Canal / Eckle (Hg.) 2022; Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024] 455 Riemer, 7. April 1804. [Aus: Canal / Eckle (Hg.) 2022;
456 Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024]
373 457
374 [12]Aus dem bislang Gesagten ergeben sich folgende Vorschläge für die Gestaltung von Benutzungsoberflächen 458 [12]Aus dem bislang Gesagten ergeben sich folgende Vorschläge für die Gestaltung von
375 bei digitalen Ausgaben mit ausführlicherer Sachkommentierung: 459 Benutzungsoberflächen bei digitalen Ausgaben mit ausführlicherer Sachkommentierung:
376 460
377 461
378 Gezielt eingesetzte typografische Mittel bei der Textdarbietung, klare Gliederung 462 Gezielt eingesetzte typografische Mittel bei der Textdarbietung, klare
379 in übersichtlichen Teilen ermöglichen schnelle Orientierung, Hervorhebungen lenken 463 Gliederung in übersichtlichen Teilen ermöglichen schnelle Orientierung,
380 den Blick von Nutzenden und Leser*innen und fördern damit selektives Lesen, das rasche 464 Hervorhebungen lenken den Blick von Nutzenden und Leser*innen und fördern damit
381 Erfassen von besonders wichtigen Passagen der Kommentierung. Wird bewährtes typografisches 465 selektives Lesen, das rasche Erfassen von besonders wichtigen Passagen der
382 Wissen um die optimale Schriftwahl und Schriftgröße sowie Zeilenlänge angewendet, 466 Kommentierung. Wird bewährtes typografisches Wissen um die optimale Schriftwahl
383 erleichtert dies die Rezeption nach wie vor ungemein. 467 und Schriftgröße sowie Zeilenlänge angewendet, erleichtert dies die Rezeption
384 Eine möglichst reizarme Präsentation mit wenigen diakritischen Zeichen, Icons und 468 nach wie vor ungemein.
385 farbigen Auszeichnungen begünstigt das intensive, konzentrierte Lesen und damit das 469 Eine möglichst reizarme Präsentation mit wenigen diakritischen Zeichen,
386 tiefe Verstehen des Textes. Eine zukunftsfähige Lösung könnte hier das geschichtswissenschaftliche 470 Icons und farbigen Auszeichnungen begünstigt das intensive, konzentrierte Lesen
387 Projekt Chronik Aldersbach. Digitale Edition des Klosters Aldersbach‍[36] entwickelt haben: Nutzer*innen können in einer Checkbox selbst auswählen, welche 471 und damit das tiefe Verstehen des Textes. Eine zukunftsfähige Lösung könnte
388 Informationen und damit diakritischen Zeichen bzw. grafischen Auszeichnungen im edierten 472 hier das geschichtswissenschaftliche Projekt Chronik Aldersbach. Digitale Edition des Klosters
389 Text sie wünschen. 473 Aldersbach‍[36] entwickelt haben: Nutzer*innen können in einer
390 Stärker als im gedruckten Buch können im digitalen Kommentar audiovisuelle Mittel 474 Checkbox selbst auswählen, welche Informationen und damit diakritischen Zeichen
391 zum Einsatz kommen (Multimedialität). Damit sind nicht nur Reproduktionen von Werken 475 bzw. grafischen Auszeichnungen im edierten Text sie wünschen.
392 der Bildenden Kunst oder Aufnahmen von Musikwerken gemeint, sondern auch visuelle 476 Stärker als im gedruckten Buch können im digitalen Kommentar audiovisuelle
393 Umsetzungen von Erläuterungen in Form von Grafiken, Schemata, Diagrammen, Listen oder 477 Mittel zum Einsatz kommen (Multimedialität). Damit sind nicht nur
394 Tabellen mit den darin strukturiert dargebotenen Inhalten. 478 Reproduktionen von Werken der Bildenden Kunst oder Aufnahmen von Musikwerken
395 Strukturieren lassen sich auch Fließtexte durch die Verwendung von Zwischenüberschriften, 479 gemeint, sondern auch visuelle Umsetzungen von Erläuterungen in Form von
396 kürzeren Texteinheiten mit überschaubaren Absätzen, die rasch aufzunehmen und zu verstehen 480 Grafiken, Schemata, Diagrammen, Listen oder Tabellen mit den darin strukturiert
397 sind, und die Hervorhebung von zentralen Begriffen im Text, die die Inhalte chronologisch 481 dargebotenen Inhalten.
398 und thematisch gliedern. Sie erleichtern Scanning und Skimming und helfen Nutzenden, 482 Strukturieren lassen sich auch Fließtexte durch die Verwendung von
399 sich effizienter und effektiver im Text zu orientieren. 483 Zwischenüberschriften, kürzeren Texteinheiten mit überschaubaren Absätzen, die
400 Daneben gilt es im Blick zu behalten, wie sich die Darbietung der Erläuterungen produktionsseitig 484 rasch aufzunehmen und zu verstehen sind, und die Hervorhebung von zentralen
401 unmittelbar auf deren Inhalte und Struktur auswirkt. Beim Schreiben eines Kommentars 485 Begriffen im Text, die die Inhalte chronologisch und thematisch gliedern. Sie
402 verfolgen Editor*innen eine Strategie, sie ordnen ihr Material und verteilen die Informationen. 486 erleichtern Scanning und Skimming und helfen Nutzenden, sich effizienter und
403 Ein effizientes und intuitiv verständliches Verweissystem ist für das Verständnis 487 effektiver im Text zu orientieren.
404 erforderlich. Kaskadenartige Anordnung der Information, vom Besonderen zum Allgemeinen, 488 Daneben gilt es im Blick zu behalten, wie sich die Darbietung der
405 lässt Leser*innen die Wahl, ob sie sich mit dem ersten erläuternden Abschnitt zufrieden 489 Erläuterungen produktionsseitig unmittelbar auf deren Inhalte und Struktur
406 geben wollen, der alle relevanten Informationen zum Verständnis der Textstelle enthalten 490 auswirkt. Beim Schreiben eines Kommentars verfolgen Editor*innen eine
407 muss, oder ob sie noch weiterführenden Informationen zu dieser Stelle in ihrem jeweiligen 491 Strategie, sie ordnen ihr Material und verteilen die Informationen. Ein
408 Kontext erhalten möchten. Interaktiv und dynamisch erweiterbare Sacherläuterungsteile 492 effizientes und intuitiv verständliches Verweissystem ist für das Verständnis
409 könnten sich an die verschiedenen Gruppen von Nutzer*innen einer digitalen Ausgabe 493 erforderlich. Kaskadenartige Anordnung der Information, vom Besonderen zum
410 wenden. Sie stellen die Vernetzbarkeit der digitalen Edition mit anderen Ressourcen 494 Allgemeinen, lässt Leser*innen die Wahl, ob sie sich mit dem ersten
411 sicher. Hierüber bieten sich Möglichkeiten, den Kommentar zu erweitern und ggf. mit 495 erläuternden Abschnitt zufrieden geben wollen, der alle relevanten
412 Informationen für andere Gruppen von Leser*innen anzureichern. 496 Informationen zum Verständnis der Textstelle enthalten muss, oder ob sie noch
497 weiterführenden Informationen zu dieser Stelle in ihrem jeweiligen Kontext
498 erhalten möchten. Interaktiv und dynamisch erweiterbare Sacherläuterungsteile
499 könnten sich an die verschiedenen Gruppen von Nutzer*innen einer digitalen
500 Ausgabe wenden. Sie stellen die Vernetzbarkeit der digitalen Edition mit
501 anderen Ressourcen sicher. Hierüber bieten sich Möglichkeiten, den Kommentar zu
502 erweitern und ggf. mit Informationen für andere Gruppen von Leser*innen
503 anzureichern.
413 504
416 [13]Der Weg zu einer lesefreundlichen Benutzungsoberfläche, auf der sich auch komplexere 507 [13]Der Weg zu einer lesefreundlichen Benutzungsoberfläche, auf der sich auch komplexere
417 Sacherläuterungen leicht rezipieren lassen, ist weiter zu gehen. Will man die bisherigen 508 Sacherläuterungen leicht rezipieren lassen, ist weiter zu gehen. Will man die
418 philologischen Standards der neugermanistischen Edition auch in Zukunft erhalten, 509 bisherigen philologischen Standards der neugermanistischen Edition auch in Zukunft
419 sind in nächster Zeit noch weitere Anstrengungen notwendig. Zu fragen ist hier, ob 510 erhalten, sind in nächster Zeit noch weitere Anstrengungen notwendig. Zu fragen ist
420 man die Sacherläuterungen, Überblicks- und Einzelstellenkommentare sowie Paratexte 511 hier, ob man die Sacherläuterungen, Überblicks- und Einzelstellenkommentare sowie
421 vor dem Hintergrund der neuen digitalen Präsentations- und Rezeptionsformen anders 512 Paratexte vor dem Hintergrund der neuen digitalen Präsentations- und Rezeptionsformen
422 schreiben und wiedergeben sollte und, falls ja, wie hier die neuen Formen aussehen 513 anders schreiben und wiedergeben sollte und, falls ja, wie hier die neuen Formen
423 könnten. Die hybride Darbietung, in der ausführliche Erläuterungen nach wie vor eher 514 aussehen könnten. Die hybride Darbietung, in der ausführliche Erläuterungen nach wie
424 im gedruckten Teil einer Edition gelesen werden sollten, kann auf Dauer nicht die 515 vor eher im gedruckten Teil einer Edition gelesen werden sollten, kann auf Dauer
425 beste Wahl bleiben. Langzeitforschungsvorhaben, insbesondere den durch das Akademienprogramm 516 nicht die beste Wahl bleiben. Langzeitforschungsvorhaben, insbesondere den durch das
426 geförderten historisch-kritischen Editionen, kommt hier die wichtige Aufgabe zu, zukunftsweisende 517 Akademienprogramm geförderten historisch-kritischen Editionen, kommt hier die
427 Vorschläge vorzulegen und mit einer breiten Auswahl an Nutzer*innen und Leser*innen 518 wichtige Aufgabe zu, zukunftsweisende Vorschläge vorzulegen und mit einer breiten
428 zu diskutieren, um auch deren Bedürfnissen zu entsprechen. 519 Auswahl an Nutzer*innen und Leser*innen zu diskutieren, um auch deren Bedürfnissen
520 zu
521 entsprechen.
429 522
436 [1] 529 [1]
437 Zum Stand der Diskussion innerhalb der digitalen Editorik vgl. u. a. Apollon et al. (Hg.) 2014; Driscoll / Pierazzo (Hg.) 2016; Sahle 2017, S. 234–245; Van Mierlo 2022. 530 Zum Stand der Diskussion innerhalb der digitalen
531 Editorik vgl. u. a.Apollon et al. (Hg.) 2014; Driscoll /
532 Pierazzo (Hg.) 2016; Sahle 2017, S. 234–245; Van Mierlo 2022.
533
438 534
440 [2] 536 [2]
441 Vgl. Bernauer et al (Hg.) 2018. – Die digitale Neuausgabe basiert auf der von Eduard Berend herausgegebenen dritten 537 Vgl. Bernauer et al (Hg.) 2018. –
442 Abteilung der historisch-kritischen Ausgabe (1952–1964), deren Bandstrukturen, Briefnummern, 538 Die digitale Neuausgabe basiert auf der von Eduard Berend herausgegebenen dritten
443 Seiten- und Zeilenzählung beibehalten wurden, um die Zitierbarkeit nach dem Druck 539 Abteilung der historisch-kritischen Ausgabe (1952–1964), deren Bandstrukturen,
444 weiterhin zu erhalten. 540 Briefnummern, Seiten- und Zeilenzählung beibehalten wurden, um die Zitierbarkeit
541 nach dem Druck weiterhin zu erhalten.
445 542
447 [3] 544 [3]
448 Vgl. Nutt-Kofoth (Hg.) 2005; grundlegend nach wie vor Martens / Zeller (Hg.) 1971; Frühwald et al. (Hg.) 1975. Lukas / Richter (Hg.) 2020 bieten eine Standortbestimmung rund um das Thema ›Kommentierungspraxis‹; weiterführende 545 Vgl. Nutt-Kofoth (Hg.) 2005;
449 Literaturhinweise enthalten die Anmerkungen der Beiträge und die Auswahlbibliografie 546 grundlegend nach wie vor Martens / Zeller (Hg.) 1971; Frühwald et al.
450 am Ende des Tagungsbands (Lukas / Richter (Hg.) 2020, S. 205–232). 547 (Hg.) 1975. Lukas / Richter (Hg.) 2020
548 bieten eine Standortbestimmung rund um das Thema ›Kommentierungspraxis‹;
549 weiterführende Literaturhinweise enthalten die Anmerkungen der Beiträge und die
550 Auswahlbibliografie am Ende des Tagungsbands (Lukas / Richter (Hg.) 2020, S.
551 205–232).
451 552
453 [4] 554 [4]
454 Vgl. von Ammon et al. (Hg.) 2008–, hier Kommentar zu Goethes Brief vom 25. Mai 1795, wohl an Heinrich Blümner, Nr. 555 Vgl. von Ammon et al. (Hg.) 2008–,
455 116 aus GB 10 (Eckle / Kurscheidt (Hg.) 2019, S. 277–279). 556 hier Kommentar zu Goethes Brief vom 25. Mai 1795, wohl an Heinrich Blümner, Nr.
557 116 aus GB 10 (Eckle / Kurscheidt (Hg.) 2019, S. 277–279).
456 558
458 [5] 560 [5]
459 Morgenthaler 1993, S. 251. 561 Morgenthaler
562 1993, S. 251.
460 563
470 [8] 573 [8]
471 Der Sonderband 2 der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) spricht von der »digitalen Metamorphose«, welche auch die Editionswissenschaften 574 Der Sonderband 2 der Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) spricht von der »digitalen Metamorphose«, welche auch die
472 transformiere (vgl. Kamzelak / Steyer (Hg.) 2018). Benutzungsfreundlichkeit wird im Tagungsband an verschiedenen Stellen als bedeutsam 575 Editionswissenschaften transformiere (vgl. Kamzelak / Steyer (Hg.)
473 für die Akzeptanz der digitalen Editorik hervorgehoben. 576 2018). Benutzungsfreundlichkeit wird im Tagungsband an verschiedenen
577 Stellen als bedeutsam für die Akzeptanz der digitalen Editorik
578 hervorgehoben.
474 579
480 [10] 585 [10]
481 In den meisten Richtlinien zur Festlegung von Qualitätsstandards spielen die Art 586 In den
482 und Gestaltung der Kommentierung keine Rolle. Zu den existenten Kriterienkatalogen 587 meisten Richtlinien zur Festlegung von Qualitätsstandards spielen die Art und
588 Gestaltung der Kommentierung keine Rolle. Zu den existenten Kriterienkatalogen
483 vgl. Henny 2018. 589 vgl. Henny 2018.
485 591
592
486 [11] 593 [11]
487 Als Beispiele für derartig prominente Sucheinstiege, die vorwiegend auf Recherchierbarkeit 594 Als Beispiele für derartig prominente
488 des edierten Materials zielen, seien an dieser Stelle exemplarisch die Eingangsseiten von Bullinger Digital 2020–2024 vom Institut für Computerlinguistik / Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte 595 Sucheinstiege, die vorwiegend auf Recherchierbarkeit des edierten Materials
489 der Universität Zürich (Hg.) 2020–2024 und der über eine Liste der Korrespondent*innen im Hugo Schuchardt Archiv (HSA) in Hurch (Hg.) 2022 genannt. 596 zielen, seien an dieser Stelle exemplarisch die Eingangsseiten von
597 Bullinger Digital 2020–2024 vom Institut für Computerlinguistik / Institut
598 für Schweizerische Reformationsgeschichte der Universität Zürich (Hg.)
599 2020–2024 und der über eine Liste der Korrespondent*innen im Hugo Schuchardt Archiv (HSA) in Hurch (Hg.) 2022
600 genannt.
490 601
492 [12] 603 [12]
493 Sahle 2013, Teil 1, S. 325. 604 Sahle 2013, Teil 1, S. 325.
494 605
496 [13] 607 [13]
497 Vgl. Müller et al. (Hg.) 2018. 608 Vgl. Müller et al. (Hg.)
609 2018.
498 610
500 [14] 612 [14]
501 »[Z]ufrieden] l.a.t. [ = Robert Hirschfeld]: ›Anatol‹ von Arthur Schnitzler. In: Wiener Sonn- und Montagszeitung, Jg. 31, Nr. 1, 2. 1. 1893, S. 2–3.«, Müller et al. (Hg.) 2018. 613 »[Z]ufrieden] l.a.t.
614 [ = Robert Hirschfeld]: ›Anatol‹ von Arthur Schnitzler. In: Wiener Sonn-
615 und Montagszeitung, Jg. 31, Nr. 1, 2. 1. 1893, S. 2–3.«, Müller et al.
616 (Hg.) 2018.
502 617
508 [16] 623 [16]
509 Vgl. Christmann 2015. 624 Vgl. Christmann
625 2015.
510 626
512 [17] 628 [17]
513 Vgl. Kretzschmar / Schlesewsky 2014. 629
630 Vgl. Kretzschmar / Schlesewsky 2014.
514 631
516 [18] 633 [18]
517 Vgl. Feis et al. 2021. 634 Vgl. Feis et al. 2021.
518 635
520 [19] 637 [19]
521 Vgl. Kretzschmar / Schlesewsky 2014. 638 Vgl.
639 Kretzschmar / Schlesewsky 2014.
522 640
524 [20] 642 [20]
525 Vgl. Kretzschmar / Schlesewsky 2014, S. 275–276. 643 Vgl. Kretzschmar / Schlesewsky
644 2014, S. 275–276.
526 645
528 [21] 647 [21]
529 Vgl. Engberg / Stougaard Pedersen 2023, S. 113–114. 648 Vgl. Engberg / Stougaard Pedersen
649 2023, S. 113–114.
530 650
532 [22] 652 [22]
533 Vgl. Ender et al. (Hg.) 2020. 653 Vgl. Ender et al. (Hg.) 2020.
534 654
536 [23] 656 [23]
537 Vgl. Trautmann / Schrade (Hg.) 2019. 657 Vgl. Trautmann / Schrade (Hg.) 2019.
658
538 659
540 [24] 661 [24]
541 Vgl. u. a. eines der grundlegenden Werke von Forssman / de Jong 2002. 662 Vgl. u. a. eines der
663 grundlegenden Werke von Forssman / de Jong
664 2002.
542 665
544 [25] 667 [25]
545 Vgl. Canal / Eckle (Hg.) 2022. – Zu dieser Edition Canal / Eckle 2020. 668 Vgl. Canal / Eckle (Hg.) 2022. – Zu
669 dieser Edition Canal /
670 Eckle 2020.
546 671
548 [26] 673 [26]
549 Vgl. Klassik Stiftung Weimar 2024, mit Listen zu Personen, Körperschaften und Geografika. 674 Vgl. Klassik Stiftung Weimar 2024, mit
675 Listen zu Personen, Körperschaften und Geografika.
550 676
552 [27] 678 [27]
553 Vgl. Baillot (Hg.) 2017. Die deutschsprachige Seite war im Mai 2024 nicht verfügbar. Deshalb sei hier beispielsweise 679 Vgl. Baillot (Hg.) 2017. Die deutschsprachige Seite war im Mai 2024 nicht
554 auf die englischsprachige Edition verwiesen, auf die Ansicht des Briefes von August Boeckh an Karl August von Varnhagen von Ense vom 7. Juni 1836. 680 verfügbar. Deshalb sei hier beispielsweise auf die englischsprachige Edition
681 verwiesen, auf die Ansicht des Briefes von August Boeckh an Karl August von Varnhagen von
682 Ense vom 7. Juni 1836.
555 683
557 [28] 685 [28]
558 Vgl. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hg.) 2021. 686 Vgl. Berlin-Brandenburgische Akademie der
687 Wissenschaften (Hg.) 2021.
559 688
561 [29] 690 [29]
562 Vgl. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften / Ette (Hg.) 2023. 691 Vgl. Berlin-Brandenburgische Akademie
692 der Wissenschaften / Ette (Hg.) 2023.
563 693
565 [30] 695 [30]
566 Vgl. Internationale Marx-Engels-Stiftung (IMES) (Hg.) 2024. 696 Vgl. Internationale Marx-Engels-Stiftung (IMES)
697 (Hg.) 2024.
567 698
569 [31] 700 [31]
570 Vgl. Allroggen (Hg.) 2017, hier u. a. die Ansicht des Briefes von Carl Maria von Weber an Thaddäus Susan, 8. Oktober 1803. 701 Vgl. Allroggen (Hg.) 2017, hier
702 u. a. die Ansicht des Briefes von Carl Maria von Weber an Thaddäus Susan, 8.
703 Oktober 1803.
571 704
573 [32] 706 [32]
574 Vgl. Schmoller et al. (Hg.) 2023. Hier sei exemplarisch auf die Ansicht des Briefes von Franz Jägerstätter an Johann Rambichler vom 30. November 1941 verwiesen. 707 Vgl. Schmoller et al. (Hg.)
575 – Ich danke an dieser Stelle Frau Dr. Verena Lorber für ihren Hinweis auf diese Funktionalität 708 2023. Hier sei exemplarisch auf die Ansicht des Briefes von Franz Jägerstätter an Johann Rambichler vom 30.
576 ihrer Edition. 709 November 1941 verwiesen. – Ich danke an dieser Stelle Frau Dr. Verena Lorber für
710 ihren Hinweis auf diese Funktionalität ihrer Edition.
577 711
579 [33] 713 [33]
580 Lukas / Landshuter (Hg.) 2024, hier exemplarische die Ansicht des Briefes von Rudolf Ludwig Friderichs an C. F. Meyer vom 17. August 1855. 714 Lukas /
715 Landshuter (Hg.) 2024, hier exemplarische die Ansicht des Briefes
716 von Rudolf Ludwig Friderichs an C. F. Meyer vom 17. August 1855.
581 717
583 [34] 719 [34]
584 Vgl. Lukas et al. (Hg.) 2024, hier exemplarisch eine Ansicht. – Zur gerade projektierten, in der Pilotprojektphase befindlichen digitalen Lessing-Neuausgabe 720 Vgl. Lukas et al. (Hg.) 2024, hier
585 vgl. Berghahn et al. (Hg.) 2023. 721 exemplarisch eine Ansicht. – Zur gerade projektierten, in der Pilotprojektphase
722 befindlichen digitalen Lessing-Neuausgabe vgl. Berghahn et al. (Hg.)
723 2023.
586 724
588 [35] 726 [35]
589 Vgl. Canal / Eckle (Hg.) 2022. 727 Vgl. Canal / Eckle (Hg.) 2022.
590 728
592 [36] 730 [36]
593 Vgl. Klugseder (Hg.) 2024, hier besonders die Ansicht. 731 Vgl. Klugseder (Hg.) 2024, hier
732 besonders die Ansicht.
594 733
600 739
601 740 Gerhard Allroggen (Hg.):
602 Gerhard Allroggen (Hg.): Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition. Letzte 741 Carl-Maria-von-Weber-Gesamtausgabe. Digitale Edition. Letzte Änderung: 17.12.2017.
603 Änderung: 17.12.2017. Version 4.10.0 vom 18.04.2024. HTML. [online] 742 Version 4.10.0 vom 18.04.2024. HTML. [online]
604 Frieder von Ammon / Jutta Eckle / Yvonne Pietsch / Elke Richter (Hg.): Johann Wolfgang 743 Frieder von Ammon / Jutta Eckle /
605 Goethe: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe. In Verbindung mit der Sächsischen Akademie 744 Yvonne Pietsch / Elke Richter (Hg.): Johann Wolfgang Goethe: Briefe.
606 der Wissenschaften zu Leipzig und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der 745 Historisch-kritische Ausgabe. In Verbindung mit der Sächsischen Akademie der
607 Literatur und im Auftrag der Klassik Stiftung Weimar / Goethe- und Schiller-Archiv 746 Wissenschaften zu Leipzig und der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der
608 herausgegeben. Begründet von Georg Kurscheidt / Norbert Oellers / Elke Richter. Berlin 747 Literatur und im Auftrag der Klassik Stiftung Weimar / Goethe- und Schiller-Archiv
609 u. a. 2008–. [Nachweis im GVK] 748 herausgegeben. Begründet von Georg Kurscheidt / Norbert Oellers / Elke Richter.
610 Daniel Apollon / Claire Bélisle / Philippe Régnier (Hg.): Digital Critical Editions. 749 Berlin u. a. 2008–. [Nachweis im GVK]
611 Urbana, US-IL u. a. 2014. [Nachweis im GVK] 750 Daniel Apollon / Claire Bélisle /
612 Anne Baillot (Hg.): Briefe und Texte aus dem intellektuellen Berlin um 1800. 2017. 751 Philippe Régnier (Hg.): Digital Critical Editions. Urbana, US-IL u. a. 2014. [Nachweis im GVK]
752 Anne Baillot (Hg.): Briefe und Texte aus dem
753 intellektuellen Berlin um 1800. 2017. HTML. [online]
754 Cord-Friedrich Berghahn / Kai Bremer /
755 Peter Burschel (Hg.): Lessing digital. Studien für eine historisch-kritische
756 Neuedition (Beihefte zu Editio, 52). (Lessing digital? Zur Bilanzierung und
757 konzeptionellen Weiterentwicklung der Lessing-Editorik, Wolfenbüttel,
758 10.–12.03.2020) Berlin u. a. 2023. [Nachweis im GVK]
759 Berlin-Brandenburgische Akademie der
760 Wissenschaften (Hg.): Aloys Hirt. Briefwechsel und Amtliche Schriften. Bearbeitet
761 von Uta Motschmann. 2021. HTML. [online]
762 Berlin-Brandenburgische Akademie
763 der Wissenschaften / Ottmar Ette (Hg.): edition humboldt digital. Letzte
764 Aktualisierung: 4.7.2023. HTML. [online]
765 Markus Bernauer / Nobert Miller /
766 Frederike Neuber (Hg.): Jean Paul – Sämtliche Briefe digital. Juni 2018. HTML.
767 [online]
768 Héctor Canal / Jutta Eckle (Hg.): Johann
769 Wolfgang Goethe. Briefwechsel mit Friedrich Wilhelm Riemer. Im Auftrag der Klassik
770 Stiftung Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv. Version 1.0 von September 2020.
771 Letzte Aktualisierung: Version 1.1 von August 2022. HTML. [online]
772 Héctor Canal / Jutta Eckle: »Johann Wolfgang
773 von Goethe. Briefwechsel mit Friedrich Wilhelm Riemer«. Kommentierte
774 historisch-kritische Ausgabe in digitaler Form. In: Goethe-Jahrbuch 137 (2020), S.
775 169–179. [Nachweis im GVK]
776 Ursula Christmann: Kognitionspsychologische
777 Ansätze. In: Ursula Rautenberg / Ute Schneider (Hg.): Lesen. Ein
778 interdisziplinäres Handbuch. Berlin u. a. 2015, S. 21–45. [Nachweis im GVK]
779 Matthew James Driscoll / Elena
780 Pierazzo (Hg.): Digital Scholarly Editing. Theories and Practices (= Digital
781 Humanities Series, 4). Cambridge, UK 15.08.2016. HTML / PDF / XML. DOI: 10.11647/OBP.0095
782 Jutta Eckle / Georg Kurscheidt (Hg.):
783 Johann Wolfgang Goethe: Briefe. Historisch-kritische Ausgabe. Bd. 10 I und II:
784 1794-1795. Texte und Kommentar. Berlin u. a. 2019. DOI:
785 10.1515/9783110636468
786 Markus Ender / Ingrid Fürhapter / Ulrike
787 Tanzer / Joseph Wang-Kathrein (Hg.): Ludwig von Ficker. Gesamtbriefwechsel.
788 Kommentierte Online-Edition. In Zusammenarbeit mit Anton Unterkircher. Im Auftrag
789 des Forschungsinstituts Brenner-Archiv der Universität Innsbruck. Innsbruck 2020.
613 HTML. [online] 790 HTML. [online]
614 Cord-Friedrich Berghahn / Kai Bremer / Peter Burschel (Hg.): Lessing digital. Studien 791 Maria Engberg / Brigitte Stougaard
615 für eine historisch-kritische Neuedition (Beihefte zu Editio, 52). (Lessing digital? 792 Pedersen: Deep, Focused, and Critical Reading Between Media. In: Maria Engberg /
616 Zur Bilanzierung und konzeptionellen Weiterentwicklung der Lessing-Editorik, Wolfenbüttel, 793 Iben Have / Brigitte Stougaard Pedersen (Hg.): The Digital Reading Condition.
617 10.–12.03.2020) Berlin u. a. 2023. [Nachweis im GVK] 794 London 2023, S. 113–123. [Nachweis im GVK]
618 Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hg.): Aloys Hirt. Briefwechsel 795 Alicia Feis / Amanda Lallensack /
619 und Amtliche Schriften. Bearbeitet von Uta Motschmann. 2021. HTML. [online] 796 Elizabeth Pallante / Melanie Nielsen / Nicole Demarco / Balamurali Vasudevan:
620 Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften / Ottmar Ette (Hg.): edition humboldt 797 Reading Eye Movements Performance on iPad vs Print Using a Visagraph. In: Journal
621 digital. Letzte Aktualisierung: 4.7.2023. HTML. [online] 798 of Eye Movement Research 14 (2021), H. 2. 14.09.2021. PDF. DOI: 10.16910/jemr.14.2.6
622 Markus Bernauer / Nobert Miller / Frederike Neuber (Hg.): Jean Paul – Sämtliche Briefe 799 Friedrich Forssman / Ralf de
623 digital. Juni 2018. HTML. [online] 800 Jong: Detailtypografie. Nachschlagewerk für alle Fragen zu Schrift und Satz. 4.
624 Héctor Canal / Jutta Eckle (Hg.): Johann Wolfgang Goethe. Briefwechsel mit Friedrich 801 Auflage. Mainz 2002. [Nachweis im GVK]
625 Wilhelm Riemer. Im Auftrag der Klassik Stiftung Weimar, Goethe- und Schiller-Archiv. 802 Wolfgang Frühwald / Herbert Kraft /
626 Version 1.0 von September 2020. Letzte Aktualisierung: Version 1.1 von August 2022. 803 Walter Müller-Seidel (Hg.): Probleme der Kommentierung. Referate und
804 Diskussionsbeiträge. (Kolloquien der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Frankfurt
805 am Main, 12.–14.10.1970 und 16.–18.03.1972) Bonn u. a. 1975. [Nachweis im GVK]
806 Ulrike Henny: Reviewing von digitalen Editionen
807 im Kontext der Evaluation digitaler Forschungsergebnisse. In: Roland S. Kamzelak /
808 Timo Steyer (Hg.): Digitale Metamorphose. Digital Humanities und
809 Editionswissenschaft (= Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften /
810 Sonderbände, 2). Wolfenbüttel 2018. 15.03.2018. XML / HTML / PDF. DOI: 10.17175/sb02_006
811 Bernhard Hurch (Hg.): Hugo Schuchardt Archiv.
812 2022. HTML. [online]
813 Institut für Computerlinguistik / Institut
814 für Schweizerische Reformationsgeschichte der Universität Zürich (Hg.): Bullinger
815 Digital. Digitale Erschliessung von Heinrich Bullingers Briefwechsel. 2020–2024.
627 HTML. [online] 816 HTML. [online]
628 Héctor Canal / Jutta Eckle: »Johann Wolfgang von Goethe. Briefwechsel mit Friedrich 817 Internationale Marx-Engels-Stiftung (IMES)
629 Wilhelm Riemer«. Kommentierte historisch-kritische Ausgabe in digitaler Form. In: 818 (Hg.): MEGAdigital. Online-Abteilung der historisch-kritischen Gesamtausgabe von
630 Goethe-Jahrbuch 137 (2020), S. 169–179. [Nachweis im GVK] 819 Karl Marx und Friedrich Engels. Letzter Zugriff: 29.08.2024. HTML. [online]
631 Ursula Christmann: Kognitionspsychologische Ansätze. In: Ursula Rautenberg / Ute Schneider 820 Fotis Jannidis / Hubertus Kohle / Malte Rehbein
632 (Hg.): Lesen. Ein interdisziplinäres Handbuch. Berlin u. a. 2015, S. 21–45. [Nachweis im GVK] 821 (Hg.): Digital Humanities. Eine Einführung. Stuttgart 2017. PDF. DOI:
633 Matthew James Driscoll / Elena Pierazzo (Hg.): Digital Scholarly Editing. Theories 822 10.1007/978-3-476-05446-3
634 and Practices (= Digital Humanities Series, 4). Cambridge, UK 15.08.2016. HTML / PDF 823 Roland S. Kamzelak / Timo Steyer
635 / XML. DOI: 10.11647/OBP.0095 824 (Hg.): Digitale Metamorphose. Digital Humanities und Editionswissenschaft (=
636 Jutta Eckle / Georg Kurscheidt (Hg.): Johann Wolfgang Goethe: Briefe. Historisch-kritische 825 Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften / Sonderbände, 2). Wolfenbüttel
637 Ausgabe. Bd. 10 I und II: 1794-1795. Texte und Kommentar. Berlin u. a. 2019. DOI: 826 2018. DOI: 10.17175/sb0023
638 10.1515/9783110636468 827 Klassik Stiftung Weimar:
639 Markus Ender / Ingrid Fürhapter / Ulrike Tanzer / Joseph Wang-Kathrein (Hg.): Ludwig 828 Forschungsdatenbank so:fie. Letzter Zugriff: 31.05.2024. HTML. [online]
640 von Ficker. Gesamtbriefwechsel. Kommentierte Online-Edition. In Zusammenarbeit mit 829 Robert Klugseder (Hg.): Chronik Aldersbach.
641 Anton Unterkircher. Im Auftrag des Forschungsinstituts Brenner-Archiv der Universität 830 Digitale Edition der Chronik des Klosters Aldersbach. Letzter Zugriff: 31.05.2024.
642 Innsbruck. Innsbruck 2020. HTML. [online]
643 Maria Engberg / Brigitte Stougaard Pedersen: Deep, Focused, and Critical Reading Between
644 Media. In: Maria Engberg / Iben Have / Brigitte Stougaard Pedersen (Hg.): The Digital
645 Reading Condition. London 2023, S. 113–123. [Nachweis im GVK]
646 Alicia Feis / Amanda Lallensack / Elizabeth Pallante / Melanie Nielsen / Nicole Demarco
647 / Balamurali Vasudevan: Reading Eye Movements Performance on iPad vs Print Using a
648 Visagraph. In: Journal of Eye Movement Research 14 (2021), H. 2. 14.09.2021. PDF.
649 DOI: 10.16910/jemr.14.2.6
650 Friedrich Forssman / Ralf de Jong: Detailtypografie. Nachschlagewerk für alle Fragen
651 zu Schrift und Satz. 4. Auflage. Mainz 2002. [Nachweis im GVK]
652 Wolfgang Frühwald / Herbert Kraft / Walter Müller-Seidel (Hg.): Probleme der Kommentierung.
653 Referate und Diskussionsbeiträge. (Kolloquien der Deutschen Forschungsgemeinschaft,
654 Frankfurt am Main, 12.–14.10.1970 und 16.–18.03.1972) Bonn u. a. 1975. [Nachweis im GVK]
655 Ulrike Henny: Reviewing von digitalen Editionen im Kontext der Evaluation digitaler
656 Forschungsergebnisse. In: Roland S. Kamzelak / Timo Steyer (Hg.): Digitale Metamorphose.
657 Digital Humanities und Editionswissenschaft (= Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften
658 / Sonderbände, 2). Wolfenbüttel 2018. 15.03.2018. XML / HTML / PDF. DOI: 10.17175/sb02_006
659 Bernhard Hurch (Hg.): Hugo Schuchardt Archiv. 2022. HTML. [online]
660 Institut für Computerlinguistik / Institut für Schweizerische Reformationsgeschichte
661 der Universität Zürich (Hg.): Bullinger Digital. Digitale Erschliessung von Heinrich
662 Bullingers Briefwechsel. 2020–2024. HTML. [online]
663 Internationale Marx-Engels-Stiftung (IMES) (Hg.): MEGAdigital. Online-Abteilung der
664 historisch-kritischen Gesamtausgabe von Karl Marx und Friedrich Engels. Letzter Zugriff:
665 29.08.2024. HTML. [online]
666 Fotis Jannidis / Hubertus Kohle / Malte Rehbein (Hg.): Digital Humanities. Eine Einführung.
667 Stuttgart 2017. PDF. DOI: 10.1007/978-3-476-05446-3
668 Roland S. Kamzelak / Timo Steyer (Hg.): Digitale Metamorphose. Digital Humanities
669 und Editionswissenschaft (= Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften / Sonderbände,
670 2). Wolfenbüttel 2018. DOI: 10.17175/sb0023
671 Klassik Stiftung Weimar: Forschungsdatenbank so:fie. Letzter Zugriff: 31.05.2024.
672 HTML. [online] 831 HTML. [online]
673 Robert Klugseder (Hg.): Chronik Aldersbach. Digitale Edition der Chronik des Klosters 832 Franziska Kretzschmar / Matthias
674 Aldersbach. Letzter Zugriff: 31.05.2024. HTML. [online] 833 Schlesewsky: Lesen auf neuen Medien. Eine empirische Perspektive. In: Gutenberg
675 Franziska Kretzschmar / Matthias Schlesewsky: Lesen auf neuen Medien. Eine empirische 834 Jahrbuch 2014, S. 269–280. PDF. [online]
676 Perspektive. In: Gutenberg Jahrbuch 2014, S. 269–280. PDF. [online] 835 Wolfgang Lukas / Elke Richter (Hg.):
677 Wolfgang Lukas / Elke Richter (Hg.): Annotieren, Kommentieren, Erläutern. Aspekte 836 Annotieren, Kommentieren, Erläutern. Aspekte des Medienwandels (= Beihefte zu
678 des Medienwandels (= Beihefte zu Editio, 47). Berlin u. a. 2020. [Nachweis im GVK] 837 Editio, 47). Berlin u. a. 2020. [Nachweis im GVK]
679 Wolfgang Lukas / Stephan Landshuter (Hg.): C. F. Meyers Briefwechsel. Digitale historisch-kritische 838 Wolfgang Lukas / Stephan Landshuter
680 Edition (dMBW). In Zusammenarbeit mit Thomas Burch und Radoslav Petkov. Zürich u. 839 (Hg.): C. F. Meyers Briefwechsel. Digitale historisch-kritische Edition (dMBW). In
681 a. 2024. [online] 840 Zusammenarbeit mit Thomas Burch und Radoslav Petkov. Zürich u. a. 2024. [online]
682 Wolfgang Lukas / Michael Scheffel / Andrew Webber (Hg.): Arthur Schnitzler digital. 841 Wolfgang Lukas / Michael Scheffel /
683 Digitale historisch-kritische Edition (Werke 1905 bis 1931). Version Beta 3.0 von 842 Andrew Webber (Hg.): Arthur Schnitzler digital. Digitale historisch-kritische
684 2024. HTML. [online] 843 Edition (Werke 1905 bis 1931). Version Beta 3.0 von 2024. HTML. [online]
685 Gunter Martens / Hans Zeller (Hg.): Texte und Varianten. Probleme ihrer Edition und 844 Gunter Martens / Hans Zeller (Hg.): Texte
686 Interpretation. München 1971. [Nachweis im GVK] 845 und Varianten. Probleme ihrer Edition und Interpretation. München 1971. [Nachweis im GVK]
687 Walter Morgenthaler: Der produktionsorientierte Stellenkommentar in der Computer-Edition. 846 Walter Morgenthaler: Der
688 In: Gunter Martens (Hg.): Kommentierungsverfahren und Kommentarformen (= Beihefte 847 produktionsorientierte Stellenkommentar in der Computer-Edition. In: Gunter
689 zu Editio, 5). (Hamburger Kolloquium der Arbeitsgemeinschaft für germanstische Edition, 848 Martens (Hg.): Kommentierungsverfahren und Kommentarformen (= Beihefte zu Editio,
690 Hamburg, 04.–07.03.1992) Tübingen 1993, S. 251–255. [Nachweis im GVK] 849 5). (Hamburger Kolloquium der Arbeitsgemeinschaft für germanstische Edition,
691 Martin Anton Müller / Gerd-Hermann Susen / Laura Untner (Hg.): Arthur Schnitzler. 850 Hamburg, 04.–07.03.1992) Tübingen 1993, S. 251–255. [Nachweis im GVK]
692 Briefwechsel mit Autorinnen und Autoren 1888–1931. Wien 2018–[2024]. HTML. [online] 851 Martin Anton Müller / Gerd-Hermann
693 Rüdiger Nutt-Kofoth (Hg.): Dokumente zur Geschichte der neugermanistischen Edition 852 Susen / Laura Untner (Hg.): Arthur Schnitzler. Briefwechsel mit Autorinnen und
694 (= Bausteine zur Geschichte der Edition, 1). Tübingen 2005. [Nachweis im GVK] 853 Autoren 1888–1931. Wien 2018–[2024]. HTML. [online]
695 Bodo Plachta: Wissen erschließen – Erkenntnisse sichern. Resultate editorischer Kommentarpraxis. 854 Rüdiger Nutt-Kofoth (Hg.): Dokumente zur
696 In: Wolfgang Lukas / Elke Richter (Hg.): Annotieren, Kommentieren, Erläutern. Aspekte 855 Geschichte der neugermanistischen Edition (= Bausteine zur Geschichte der Edition,
697 des Medienwandels (= Beihefte zu Editio, 47). Berlin u. a. 2020, S. 9–19. [Nachweis im GVK] 856 1). Tübingen 2005. [Nachweis im GVK]
698 Patrick Sahle: Digitale Editionsformen. Zum Umgang mit der Überlieferung unter den 857 Bodo Plachta: Wissen erschließen – Erkenntnisse
699 Bedingungen des Medienwandels (= Schriften des Instituts für Dokumentologie und Editorik, 858 sichern. Resultate editorischer Kommentarpraxis. In: Wolfgang Lukas / Elke Richter
700 7–9). 3 Bde. Norderstedt 2013. [Nachweis im GVK] 859 (Hg.): Annotieren, Kommentieren, Erläutern. Aspekte des Medienwandels (= Beihefte
701 Patrick Sahle: Digitale Edition. In: Fotis Jannidis / Hubertus Kohle / Malte Rehbein 860 zu Editio, 47). Berlin u. a. 2020, S. 9–19. [Nachweis im GVK]
702 (Hg.): Digital Humanities. Eine Einführung. Stuttgart 2017, S. 234–249. PDF. DOI: 861 Patrick Sahle: Digitale Editionsformen. Zum
703 10.1007/978-3-476-05446-3 862 Umgang mit der Überlieferung unter den Bedingungen des Medienwandels (= Schriften
704 Patrick Sahle (Hg.): A Catalog of Digital Scholarly Editions. Unter Mitarbeit von 863 des Instituts für Dokumentologie und Editorik, 7–9). 3 Bde. Norderstedt 2013. [Nachweis im GVK]
705 Georg Vogeler / Jana Klinger / Stephan Makowski / Nadine Sutor. Version 4.0 vom Frühjahr 864 Patrick Sahle: Digitale Edition. In: Fotis Jannidis
706 2020. Letzte Aktualisierung: 17.04.2024. HTML. [online] 865  / Hubertus Kohle / Malte Rehbein (Hg.): Digital Humanities. Eine Einführung.
707 Andreas Schmoller / Verena Lorber / Franz und Franziska Jägerstätter Institut Katholische 866 Stuttgart 2017, S. 234–249. PDF. DOI: 10.1007/978-3-476-05446-3
708 Privat-Universität Linz (Hg.): Franz & Franziska Jägerstätter Edition. Letzte Aktualisierung: 867 Patrick Sahle (Hg.): A Catalog of Digital
868 Scholarly Editions. Unter Mitarbeit von Georg Vogeler / Jana Klinger / Stephan
869 Makowski / Nadine Sutor. Version 4.0 vom Frühjahr 2020. Letzte Aktualisierung:
870 17.04.2024. HTML. [online]
871 Andreas Schmoller / Verena
872 Lorber / Franz und Franziska Jägerstätter Institut Katholische Privat-Universität
873 Linz (Hg.): Franz & Franziska Jägerstätter Edition. Letzte Aktualisierung:
709 01.06.2023. HTML. [online] 874 01.06.2023. HTML. [online]
710 Thomas Stäcker: ›A Digital Edition Is Not Visible‹. Some Thoughts on the Nature and 875 Thomas Stäcker: ›A Digital Edition Is Not
711 Persistence of Digital Editions. In: Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften 876 Visible‹. Some Thoughts on the Nature and Persistence of Digital Editions. In:
712 5 (2020). 16.10.2020. XML / HTML / PDF. DOI: 10.17175/2020_005 877 Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften 5 (2020). 16.10.2020. XML / HTML /
713 Marjam Trautmann / Torsten Schrade (Hg.): Der Sturm. Digitale Quellenedition zur Geschichte 878 PDF. DOI: 10.17175/2020_005
714 der internationalen Avantgarde. Version 2 vom 26.08.2019. HTML. [online] 879 Marjam Trautmann / Torsten Schrade
715 Wim Van Mierlo: The Scholarly Edition as Digital Experience. Reading, Editing, Curating. 880 (Hg.): Der Sturm. Digitale Quellenedition zur Geschichte der internationalen
716 In: Textual Cultures 15 (2022), H. 1. Special Issue: Provocations Toward Creative-Critical 881 Avantgarde. Version 2 vom 26.08.2019. HTML. [online]
717 Editing, S. 117–125. PDF. DOI: 10.14434/tc.v15i1.34504 882 Wim Van Mierlo: The Scholarly Edition as
883 Digital Experience. Reading, Editing, Curating. In: Textual Cultures 15 (2022), H.
884 1. Special Issue: Provocations Toward Creative-Critical Editing, S. 117–125. PDF.
885 DOI: 10.14434/tc.v15i1.34504
718 886
724 892
725 Abb. 1: Kommentarbestandteile in der historisch-kritischen Goethe-Briefausgabe, hier Kommentar 893 Abb. 1: Kommentarbestandteile in der
726 zu Goethes Brief vom 25. Mai 1795, wohl an Heinrich Blümner, Nr. 116 aus GB 10. [Scans 894 historisch-kritischen Goethe-Briefausgabe, hier Kommentar zu Goethes Brief vom
727 aus: von Ammon et al. (Hg.) 2008–; schematische Übersicht: Anja Stehfest 2024] 895 25. Mai 1795, wohl an Heinrich Blümner, Nr. 116 aus GB 10. [Scans aus: von Ammon et
728 Abb. 2: Ansicht des Briefes von Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal, 7. Januar 1893. [Aus: 896 al. (Hg.) 2008–; schematische Übersicht: Anja Stehfest 2024]
729 Müller et al. (Hg.) 2018; Screenshot: Anja Stehfest 2024] 897 Abb. 2: Ansicht des Briefes von Arthur Schnitzler an Hugo von Hofmannsthal,
730 Abb. 3: Ansicht des Briefes von Carl Dallago an Ludwig von Ficker, 17. Januar 1920. [Aus: Ender et al. (Hg.) 2020; Screenshot: Anja Stehfest 2024] 898 7. Januar 1893. [Aus: Müller et al. (Hg.) 2018;
731 Abb. 4: Ansicht der Postkarte von Guillaume Apollinaire an Herwarth Walden, 18. Mai 1914. [Aus: Trautmann / Schrade (Hg.) 2019; Screenshot: Anja Stehfest 2024] 899 Screenshot: Anja Stehfest 2024]
732 Abb. 5: Ansicht des Briefes von August Boeckh an Karl August Varnhagen von Ense, 7. Juni 1836. [Aus: 900 Abb. 3: Ansicht des Briefes von Carl Dallago an Ludwig von Ficker, 17. Januar
733 Baillot (Hg.) 2017; Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024] 901 1920. [Aus: Ender
734 Abb. 6: Ansicht des Briefes von Aloys Hirt an Goethe, 4. April 1789. [Aus: Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hg.) 2021; Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024] 902 et al. (Hg.) 2020; Screenshot: Anja Stehfest 2024]
735 Abb. 7: Ansicht der Erläuterungen zu Goethes Brief an Friedrich Wilhelm Riemer, 7. April 1804. [Aus: 903 Abb. 4: Ansicht der Postkarte von Guillaume Apollinaire an Herwarth Walden,
736 Canal / Eckle (Hg.) 2022; Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024] 904 18. Mai 1914. [Aus: Trautmann / Schrade (Hg.)
905 2019; Screenshot: Anja Stehfest 2024]
906 Abb. 5: Ansicht des Briefes von August Boeckh an Karl August Varnhagen von
907 Ense, 7. Juni 1836. [Aus: Baillot (Hg.) 2017; Screenshot /
908 grafische Annotation: Anja Stehfest 2024]
909 Abb. 6: Ansicht des Briefes von Aloys Hirt an Goethe, 4. April 1789. [Aus:
910 Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (Hg.) 2021;
911 Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024]
912 Abb. 7: Ansicht der Erläuterungen zu Goethes Brief an Friedrich Wilhelm
913 Riemer, 7. April 1804. [Aus: Canal / Eckle (Hg.) 2022;
914 Screenshot / grafische Annotation: Anja Stehfest 2024]
737 915