Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften ZfdG 1. 2016


Herausgegeben von Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel

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Mehr als nur Karten. Das Virtuelle Kartenlabor (GlobMapLab) als Zugang zur Sammlung Perthes

Die Sammlung Perthes repräsentiert die Überlieferung eines der wenigen vollständig erhaltenen kartographischen Verlagsarchive. Das Unternehmen trug im 19. und frühen 20. Jahrhundert im erheblichen Maß zur wissenschaftlichen Exploration, Kartierung und Vermessung der Erde bei. Der folgende Beitrag wirft einen Blick auf den in der ersten Projektphase neu entwickelten Prototyp eines Virtuellen Kartenlabors, welches die Arbeit mit diesen Materialien in ihren unterschiedlichen Verknüpfungen ermöglichen soll.
Norman Henniges
Susanne Rau
René Smolarski
Heiko Tzschach
 

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Automatic Writer Identification in Historical Documents: A Case Study

In recent years, Automatic Writer Identification (AWI) has received a lot of attention in the document analysis community. However, most research has been conducted on contemporary benchmark sets. These datasets typically do not contain any noise or artefacts caused by the conversion methodology. This article analyses how current state-of-the-art methods in writer identification perform on historical documents.
Vincent Christlein
Markus Diem
Florian Kleber
Verena Schwägerl-Melchior
Günter Mühlberger
Esther van Gelder
Andreas Maier
 

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Angebotsgenese für ein geisteswissenschaftliches Forschungsdatenzentrum

Dieser Beitrag widmet sich der Entwicklung einer Angebotsstruktur für ein geisteswissenschaftliches Forschungsdatenzentrum, d.h. der Frage, welche Angebote notwendig sind, um die Ergebnisse geisteswissenschaftlicher Forschung langfristig verfügbar zu halten und ihre Nachnutzung zu ermöglichen.
Stefan Buddenbohm
Claudia Engelhardt
Ulrike Wuttke
 

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Auf der Suche nach dem »goldnen Baum« – Digitale Annotation des Metaphernbegriffs in Poetiken: Erkenntnisprozess, diskursive Praktik und ›tertium comparationis‹

Der Begriff der Metapher wird in Poetiken auf der theoretischen Ebene und anhand von literarischen Beispielen kritisch verhandelt. Im Zuge der Entwicklung eines Annotationsschemas differenziert das Projekt ePoetics die wesentlichen Komponenten der Explikation des Metaphernbegriffs aus und erschließt darüber hinaus die damit verbundenen Diskurs- und Referenzstrukturen.
Stefan Alscher
Michael Bender
 

5

Mapping the Words. Experimentelle Visualisierungen von Übersetzungsstrukturen zwischen Altgriechisch und Hocharabisch

Der Artikel behandelt linguistische Transformationsprozesse altgriechischer Quellen, die zwischen dem 9. und 11. Jh. n. Chr. ins Arabische übersetzt wurden. Die Datenbank Glossarium Graeco-Arabicum nimmt sich dieses Themas an und nutzt Visualisierungen, um ein Verständnis für das stets wachsende Korpus von ca. 100.000 Worteinträgen zu erlangen. Mehrere Beispiele demonstrieren mögliche Visualisierungsverfahren für Korpusstrukturen, lexikalische Differenzierungen, grammatische Transformation und Übersetzungsprozesse einzelner Lexeme.
Torsten Roeder
 

6

Was bedeutet die Digitalisierung für den Gegenstand der Literaturwissenschaft?

Digital Humanities gehen häufig davon aus, dass ihre Aufgabe darin bestehe, neue, computergestützte Methoden zur Beantwortung literaturwissenschaftlicher Fragestellungen zu entwickeln und einzusetzen. Was eine literaturwissenschaftliche Fragestellung ist, ist jedoch historisch variabel und hängt maßgeblich davon ab, als was man den Analysegegenstand konstituiert: Was ist eigentlich ein Text und welchen Sinn hat es, Fragen an ihn zu richten?
Mirco Limpinsel
 

7

Das Projekt :aichinger. Zu Ilse Aichingers Topoi zwischen Logoi und Graphai

Das Projekt :aichinger zielt darauf ab, das stilistisch heterogene Werk der Autorin Ilse Aichinger unter literaturwissenschaftlichen Gesichtspunkten systematisch nach den Kriterien Ort/Raum, Zeit und Person/Figur computergestützt aufzuarbeiten und dadurch nicht konventionelle literaturwissenschaftliche Analysen zu ermöglichen.
Andreas Dittrich
 

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Neue Erkenntnisse durch digitalisierte Geschichtswissenschaft(en)? Zur hermeneutischen Reichweite aktueller digitaler Methoden in informationszentrierten Fächern

In den Digital Humanities herrscht latent die Auffassung, dass über den Einsatz generischer Werkzeuge eine Brücke zwischen den einzelnen Fachwissenschaften und ihren ausdifferenzierten Forschungsmethoden geschlagen werden kann oder soll. Dabei werden zu leicht Unterschiede im Erkenntnisinteresse und in der Hermeneutik übersehen, die z.B. zwischen Literaturwissenschaft und Geschichtswissenschaft bestehen und die Verwendung von bestimmten digitalen Werkzeugen entweder erfordern oder auch verbieten.
Jörg Wettlaufer